Klarer Sieg im vorletzten WM-Test

Stuttgart..  Drittes Spiel, zweiter Sieg: Die deutschen Handballer kommen in WM-Form. Sechs Tage vor Turnierbeginn feierte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Freitag in Stuttgart im ersten von zwei Vergleichen gegen Tschechien einen 32:24 (14:16)-Erfolg. Dank einer starken zweiten Halbzeit gelang dem Gastgeber mit den Rückkehrern Michael Kraus und Hendrik Pekeler gegen den möglichen WM-Achtelfinalgegner letztlich ein souveräner Erfolg. Bester deutscher Torschütze vor 6211 Zuschauern in der ausverkauften Porsche Arena war Uwe Gensheimer mit sieben Treffern.

An diesem Samstag (16.45 Uhr/ARD) treffen beide Mannschaften zur WM-Generalprobe in Mannheim erneut aufeinander. In den ersten beiden Testspielen hatte das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson mit 31:24 gewonnen und mit 24:25 verloren.

Die Partie am Freitag begann in Stuttgart mit einer Schweigeminute: In Solidarität mit den Opfern des Attentats auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris verharrten beide Mannschaften und die Zuschauer eine Minute in Stille.

Probleme in der Abwehr

Danach musste Michael Kraus auf seine Länderspiel-Premiere unter Sigurdsson 20 Minuten warten. Bis dahin hatte sich die deutsche Mannschaft einen 12:9-Vorsprung herausgespielt. Dabei überzeugte vor allem Paul Drux. Der Youngster von den Füchsen Berlin sorgte mit seinem zweiten von vier Treffern in der ersten Halbzeit für die 5:2-Führung (11.). Drux war denn nach dem Spiel auch ganz zufrieden: „Wichtig war vor allem, dass wir nach der Pause die Abwehr gut hingestellt haben.“

Vorher war allerdings nach einigen Wechseln ein Bruch ins deutsche Spiel gekommen. Wie schon bei der 24:25-Niederlage gegen Island traf das Team um Kapitän Gensheimer trotz bester Chancen das Tor nicht mehr, so dass die deutsche Mannschaft mit 12:14 ins Hintertreffen geriet und mit einem 14:16-Rückstand in die Pause ging.

Das zähe Ringen setzte sich in der zweiten Halbzeit fort. Die DHB-Auswahl musste um jedes Tor kämpfen, zumal Ex-Welthandballer Jicha bis zum 19:19 (39.) drei Treffer in Serie gelangen. Dennoch blieb Bundestrainer Dagur Sigurdsson bei seiner taktischen Marschroute mit Pekeler als vorgezogenen Spieler in der 5:1-Abwehr. Deutschland kämpfte sich wieder heran, ging beim Stand von 23:19 (44.) erstmals mit vier Toren in Führung und hatte danach alles im Griff. Uwe Gensheimer, mit sieben Toren bester Schütze, freute sich: „Es war viel Gutes dabei.“ Oder, wie der Bundestrainer befand: „Die 2. Halbzeit war überragend.“