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Kircheisen Zweiter im kasachischen Almaty

11.02.2012 | 14:53 Uhr
Kircheisen Zweiter im kasachischen Almaty
Kombinierer Björn Kircheisen hat beim Weltcup in Almaty den zweiten Platz belegt.Foto: Imago

Almaty.   Der Norweger Mikko Kokslien hat die Kombinierer-Premiere in der kasachischen Stadt Almaty gewonnen. Der Deutsche Björn Kircheisen lief auf einen guten zweiten Platz muss aber am Ende zugeben: "Mikko war einfach eine Klasse besser".

Björn Kircheisen japste hoch über dem in eine dichte Smogwolke gehüllten Almaty nach Luft und gestand seine Niederlage ein. "Mikko war einfach eine Klasse besser. Das muss man anerkennen", sagte der Sachse. Dabei war der am Ende zweitplatzierte Kircheisen bei der Weltcup-Premiere der Nordischen Kombinierer in Kasachstan ohnehin schon eine Klasse besser als der Rest des Feldes - nur für den Sieger Mikko Kokslien reichte es eben nicht.

Dabei war Kircheisen seinem ersten Sieg in diesem Winter so nah wie nie zuvor. Nach einem starken Sprung war der 28-Jährige als Vierter auf die von Kokslien als Motocross-Piste verspottete Langlaufstrecke gegangen. Selbst die Konkurrenz ging von einem Sieg des laufstarken Kircheisen aus - Österreichs Trainer wettete umgerechnet 25 Euro auf den laufstarken Deutschen.

Kircheisen hatte den Sieg als Ziel

Auf der dürftig präparierten Strecke mit unzähligen Kurven und vielen kurzen, giftigen Anstiegen ergriff Kircheisen nach der Hälfte des Rennens die Initiative. Er löste sich von dem am Ende drittplatzierte Japaner Akito Watabe und suchte sein Heil in der Flucht. "Platz zwei ist natürlich ein Aufwärtstrend, aber das Ziel war heute der Sieg. Da gibt es keine Diskussion", sagte Kircheisen nach seinem vierten Podesplatz des Winters. Am Ende war es jedoch der 41 Sekunden hinter Kircheisen gestartete Kokslien, der auf der dreckigen Piste am Rande eines Steinbruchs am besten zurecht kam und den früheren Vizeweltmeister 200 Meter vor dem Ziel hinter sich ließ.

Die weiteren deutschen Starter hatten ebenfalls ihre Probleme. Der nach dem Springen noch zweitplatzierte Weltmeister Eric Frenzel stürzte früh, verlor völlig den Rhythmus und gab das Rennen auf. Johannes Rydzek lief auf Rang sieben, Youngster Fabian Rießle verpasste die Top Ten als Elfter nur knapp. Vizeweltmeister Tino Edelmann hatte wegen wichtiger Termine im Rahmen seines Studiums gleich ganz auf die Reise verzichtet.

Smog macht Athleten Probleme

Der Trip in den Südosten Kasachstans steckte den deutschen Kombinierer auch noch in den Knochen. "Es ging ziemlich schwer", gab Kircheisen zu, "die Zeitverschiebung merkt man eben, wenn es an die Leistungsgrenze geht."

Hinzu kam der Smog über Almaty. Dass die erst am Tag zuvor fertiggestellte Laufstrecke oberhalb der früheren Hauptstadt Kasachstans liegt, half den Athleten nur bedingt. Kircheisen wird sich schon auf eine Luftveränderung freuen. Zuvor muss er aber noch einmal auf die "Buckelpiste" - am Sonntag steht das zweite Rennen auf dem Programm.

dapd

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