Kieler Woche leidet unter Verlust des Weltcups

Kiel..  Die Segel-Nationalmannschaft ist solide in die 121. Kieler Woche gestartet. Nach dem ersten Tag haben DSV-Teams in zwei von acht olympischen Disziplinen die Bug-Spitze vorn.

Im olympischen 49er liegen die Kieler Justus Schmidt und Max Böhme nach drei Rennen vor den dänischen Olympiasiegern Jonas Warrer und Thomas Anders, den Polen Dominik Buksak/Gozdzik Grzegorz sowie den Berliner Europameistern Erik Heil und Thomas Plößel. In der neuen olympischen Mixed-Katamaranklasse Nacra 17 nutzten die Kieler Paul Kohlhoff und Carolina Werner ihren Heimvorteil und setzten sich mit drei Tagessiegen an die Spitze. In der paralympischen Klasse 2.4mR übernahm der Jersbeker Heiko Kröger die Führung.

Mit nur 269 teilnehmenden Booten ist der olympische Teil der weltgrößten Regatta quantitativ und qualitativ drei Jahre nach dem Verlust des Weltcup-Status auffällig schwach besetzt. Viele Stars fehlen aufgrund von Terminkollisionen mit kontinentalen und Welttitelkämpfen.

Weltcup-Status fehlt

„Wir arbeiten hart daran, den Weltcup-Status bis spätestens 2019 zurückzuerobern“, sagte der neue Organisationsleiter Dirk Ramhorst.

Nach dem geglücktem Auftakt mussten die Segler am Sonntag dann lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Eine hartnäckige Flaute sorgte bis zum späten Nachmittag für Startverschiebungen in allen olympischen und paralympischen Disziplinen. Im Falle eines Ausfalls des Programms sollten nicht gesegelte Rennen am Montag mit einem erweiterten Wettfahrtprogramm nachgeholt werden.

Der olympische Teil der Kieler Woche endet am Mittwoch mit den Medaillenrennen und der Ausschüttung von 54 000 Euro Preisgeld, bevor die Rennen der internationalen Klassen beginnen. Parallel dazu tragen die großen Yachten ihre Regatta auf den Seebahnen aus.