Kiel enttäuscht in Köln

Köln..  Der Traum der Handballer des THW Kiel vom vierten Champions-League-Sieg ist geplatzt. Ohne die gewohnte Durchschlagskraft verlor der Deutsche Meister sein Halbfinale beim Final-Four-Turnier am Samstag in Köln mit 27:31 (13:13) gegen MKB-MVM Veszprem. Vor 19 750 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess-Arena waren die herausragenden Leistungen des erstklassigen Torhüters Andreas Palicka und des neunmaligen Torschützen Aron Palmarsson zu wenig für den Finaleinzug.

Gislason kritisiert Schiedsrichter

„Das ist sehr enttäuschend. Wir hätten klare Torchancen reinwerfen müssen, um zu gewinnen. Aber kein Vorwurf an die Mannschaft“, sagte THW-Trainer Alfred Gislason. „Der Schlüssel zur Niederlage war, dass wir nicht so eine starke Abwehr hingestellt haben“, meinte Kapitän Filip Jicha. „Das ist sehr traurig.“

Der Sieger aus Ungarn traf im Endspiel am Sonntagabend (Ergebnis stand nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest) auf den FC Barcelona, der sich im Halbfinale gegen Vive Tauron Kielce aus Polen mit 33:28 (16:14) durchsetzte.

Im Spiel um Platz drei erlebte der THW am Sonntagnachmittag eine weitere Enttäuschung: Kiel verlor mit 26:28 (12:12) gegen Kielce und reiste sieglos nach Hause. Trainer Alfred Gislason übte nach dem Turnier ungewöhnlich harsche Kritik an den Schiedsrichtern. Kiel sei sowohl gegen Veszprem als auch gegen Kielce benachteiligt worden: „Es ist schon merkwürdig, mit welchem Maß auf der einen Seite gepfiffen wird und mit welchem auf der anderen“, ärgerte sich der Isländer.