Kerber schlägt Scharapowa und zieht ins Halbfinale ein
11.02.2012 | 13:44 Uhr 2012-02-11T13:44:01+0100
Paris. Beim WTA-Turnier in Paris hat die Deutsche Angelique Kerber das Halbfinale erreicht. Sie schlug die Russin Maria Scharapowa überraschend glatt mit 6:4 und 6:4. Mona Barthel (Bad Segeberg) ist dagegen ausgeschieden. Sie unterlag der Belgierin Yanina Wickmayer mit 4:6, 7:6 und 3:6.
Fed-Cup-Spielerin Angelique Kerber aus Kiel hat im Viertelfinale des WTA-Turniers in Paris einen ihrer bislang größten Siege gefeiert. Die US-Open-Halbfinalistin bezwang die ehemalige Weltranglistenerste Maria Scharapowa aus Russland mit 6:4, 6:4 und zog in nur 90 Minuten in die Runde der letzten Vier ein. Dort trifft die 24-Jährige auf die Belgierin Yanina Wickmayer, die ein deutsches Halbfinale durch einen 6:4, 6:7 (3:7), 6:3 gegen Mona Barthel aus Bad Segeberg verhinderte.
Zuvor war auch Kerbers Fed-Cup-Teamkollegin Julia Görges (Bad Oldesloe) im Viertelfinale der mit 637.000 Dollar dotierten Veranstaltung gescheitert. Die an Nummer sechs gesetzte 23-Jährige unterlag nach starkem Beginn der Tschechin Klara Zakopalova 6:3, 5:7, 1:6. Dabei wirkte Görges im letzten Satz müde. „Wir haben beide nicht unser bestes Tennis gespielt. Der Schlüssel zum Sieg war das Mentale. Ich habe bis zuletzt gekämpft“, sagte Zakopalova, die im Halbfinale nun auf Marion Bartoli trifft.
Kerbers erster Sieg gegen Topspielerin
„Ich habe sehr gut gespielt. Ich habe mein Spiel gespielt, das war mein Plan“, sagte Angelique Kerber nach ihrem ersten Sieg über eine Top-5-Spielerin. Dies war gleichzeitig die erfolgreiche Revanche für ihre klare Drittrunden-Niederlage bei den Australian Open (1:6, 2:6) gegen Scharapowa, die in Melbourne anschließend im Achtelfinale auch den Siegeszug der Berlinerin Sabine Lisicki gestoppt hatte. Erst im Finale war die vermeintlich bestverdienende Sportlerin des Planeten an der Weißrussin Viktoria Arasenka gescheitert.
„Das war sehr hart, weil meine Gegnerin sehr gut gespielt hat“, sagte Maria Scharapowa, die nach zahlreichen Breaks in beiden Sätzen jeweils das Nachsehen hatte. Nach 1:30 Stunden verwandelte Kerber schließlich ihren Matchball. Nach zwei Duellen mit der Russin steht es nunmehr 1:1.

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