Keine Vergleiche

Dass es irgendwann einmal so kommen würde, hätte wohl keiner so recht gedacht. Und doch: Am Ende - so schien es - waren alle Verantwortlichen und Spieler irgendwie erschöpft von einer harten, zermürbenden Saison und von siebenwöchigen Abschiedsfeierlichkeiten. Aber auch: von sieben Jahren Klopp.

Der Trainer geht. Eine Ära endet. Ohne goldenen Abschluss.

Das ist bedauerlich. Ein finaler Pokalsieg wäre eine ungeheuerliche Geschichte gewesen.

Die Trauer über das Scheitern bestimmt den Moment. Der Wahrnehmung jener sieben Jahre kann diese Niederlage nicht das Geringste anhaben.

Denn Klopp hat es wie niemand vor ihm in Dortmund verstanden, den Menschen Momente zu schenken. Momente des Glücks, Momente der Wut, Momente der Verzweiflung. Mit dem Blick des Trainers und mit seinen Worten wurde aus allem immer ein Erlebnis.

Zeiten, an die sich die Fans irgendwann wehmütig zurückerinnern werden.

Doch der Neuanfang steht bevor, der neue Trainer bereit. Der BVB ist derzeit ein gutes Bundesliga-Team. Nicht mehr, nicht weniger. Es gilt nun, die Borussia wieder nach oben zu führen. Nostalgie stört dabei. Klopp selbst rät, Vergleiche zwischen ihm und Tuchel zu unterlassen. Das schmälere die großartige Vergangenheit und verhindere eine erfolgreiche Zukunft.

Er hat recht. Wie so oft.