Keine Scheu vor großen Namen

Willingen..  Kamil Stoch und Willingen – Überraschungen scheinen in dieser Beziehung vorprogrammiert zu sein. Im vergangenen Jahr feierte der 27-Jährige sehr zur Freude seiner traditionell vielen Landsleute unter den Zuschauern an der Mühlenkopfschanze zwei Siege. Auch in diesem Jahr startete er am Freitagabend mit einem souveränen Erfolg in den Kult-Weltcup. Am Samstag jedoch flüchtete Stoch eiligst von der Schanze. Denn ausgerechnet ihn, den Athletensprecher und Vorzeigespringer der polnischen Mannschaft, hatte die Jury nach dem ersten Durchgang des Teamspringens wegen eines zu großen Anzugs disqualifiziert.

Ein Schicksal, welches Skispringer schnell ereilen kann, wenn sie mit ihrem Material nicht sehr penibel umgehen. Bundestrainer Werner Schuster lobte die Entscheidung des Materialkontrolleurs. „Es ist ein gutes Zeichen, dass der Laden in Ordnung gehalten wird, und es ist gut, dass man auch vor großen Namen nicht zurückschreckt und objektiv bleibt.“ Am Sonntag durfte Stoch wieder springen – und belegte Rang sieben.