Keine Deutsche Meisterschaft am Rothaarkamm

Bad Berleburg..  Aus der Traum. Der Westdeutsche Skiverband und der Skiclub Girkhausen in Bad Berleburg können die für das Wochenende 16. bis 18. Januar angesetzten Internationalen Deutschen Meisterschaften im Skilanglauf nicht ausrichten. Nach einjähriger Planung und umfangreicher Vorbereitung am Wettkampfort geben Verband und Verein die Ausrichtung wieder an den Deutschen Skiverband zurück. Einspringen werden zu diesem fixen Termin aller Voraussicht nach der Sächsische Skiverband und der Austragungsort Oberwiesenthal.

Bis Silvester hatte es auf den Wettkampfloipen auf dem Rothaarkamm in Bad Berleburg noch ausreichend Schnee gegeben. Doch mit dem Wetterumschwung schmolzen auch die Hoffnungen der Organisatoren rund um den Vereinsvorsitzenden Ralf Klose dahin. Selbst am Ausweichort in Schmallenberg-Westfeld, der über Schneekanonen verfügt, sind die Bedingungen laut WSV-Sportdirektor Nordisch, Jochen Behle (Bild), nicht wettbewerbsfähig. Weil der WSV im Konzert der Landesverbände nur alle sieben Jahre den Zuschlag für eine DM erhält, wurde bis zuletzt alles versucht, zumal auch der DSV am professionellen Ausrichterverein festhalten wollte. Die Alternative, das Rennen als WSV und SC Girkhausen in Oberwiesenthal auszurichten, scheiterte aber laut Behle an „unhaltbaren finanziellen Forderungen“ der Sachsen. „Es macht keinen Sinn, dorthin zu fahren und noch Geld mitbringen zu müssen, um die Wettkämpfe auszurichten.“

Behle denkt jetzt schon weiter. Weil dieses Mal der WSV nicht Ausrichter ist, will er sich dafür einsetzen, dass sein Verband nicht erneut sieben Jahre auf eine DM warten muss. Ausrichter soll dann wieder der SC Girkhausen sein. Der Traum ist also doch nicht ausgeträumt.