Katar-Soldaten saßen auf Plätzen deutscher Spielerfrauen

Die deutschen Spielerfrauien Sandra Laukemann, Jenny Kempf und Isabel Kraus hatten große Probleme in die Halle zum Viertelfinale bei der Handball-WM zu gelangen.
Die deutschen Spielerfrauien Sandra Laukemann, Jenny Kempf und Isabel Kraus hatten große Probleme in die Halle zum Viertelfinale bei der Handball-WM zu gelangen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Karten-Chaos bei der Handball-WM: Erst wurden einige Spielerfrauen der deutschen Nationalmannschaft nicht in die Halle gelassen. Später saß die katarische Armee auf den Plätzen.

Doha.. Nur unter großen Schwierigkeiten haben die Freundinnen der Handball-Nationalspieler Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki sowie die Frau von Michael Kraus das WM-Viertelfinale des DHB-Teams gegen Gastgeber Katar (24:26) live erleben können. Sandra Laukemann, Jenny Kempf und Isabel Kraus war am Mittwoch zunächst der Zugang zur Lusail Multipurpose Hall in Doha verweigert worden, obwohl sie Karten hatten. "Das waren katastrophale Zustände. Wir waren nicht die einzigen. Da waren noch rund 50 andere deutsche Fans draußen, die nicht reinkamen", erzählte Sandra Laukemann am Donnerstag.

Da sie am Südeingang nicht in die Halle kamen, rannten sie zu anderen Eingängen und landeten schließlich am Zugang für die VIPs. Nachdem sie auch dort zunächst abgewiesen wurden, half ihnen ein Mann, der sie an allen Posten vorbei in die Arena lotste. "Er war ein VIP und kannte dort jeden. Das war absoluter Zufall. Ohne ihn wären wir nicht reingekommen", berichtete Jenny Kempf.

Katarische Armee nahm Plätze in Beschlag

DHB-Team Die nächste Überraschung erwartete das Trio dann am Zugang zu ihrem Block im Oberrang direkt hinter dem Tor, für den sie Tickets hatten. "Der Ordner hat gesagt, es ist alles voll. Die Plätze gibt es nicht mehr. Hier sitzt jetzt die katarische Armee", sagte Sandra Laukemann.

Also kämpften sie sich zum deutschen Fanblock durch. "Dort haben wir uns dann auf die Treppe gesetzt, einen Sitzplatz hatten wir nicht", meinte Isabel Kraus. Entmutigt hat die drei Frauen das Erlebnis aber nicht: Auch in den kommenden beiden Platzierungsspielen werden sie ihren Männern wieder in der Halle die Daumen drücken. (dpa)