„Jetzt genieße ich erstmal die freie Zeit ohne Sport“

Zwar ging das letzte Saisonspiel der Handball-Damen von Borussia Dortmund gegen die Neckarsulmer Sportunion mit 29:32 verloren, trotzdem war diese Partie eine ganz besondere für die gebürtige Hagenerin Sabrina Richter. Nachdem die 33-jährige ehemalige Nationalspielerin im Winter nochmals kurzfristig zum Zweitligisten BVB gewechselt war, sicherte sie sich mit dem Team den Aufstieg in die Bundesliga und beendet nun endgültig ihre Leistungssport-Karriere. Wir haben mit ihr darüber gesprochen.

1 Frau Richter, geben Sie uns einen kleinen Einblick in Ihre Gefühlswelt. Sind Sie nach ihrem letzte Zweitliga-Spiel froh, dass es vorbei ist oder eher traurig?

Das ist eigentlich ein Mix aus beidem. Ich bin schon erleichtert, dass es endlich vorbei ist, aber richtig realisieren werde ich das wahrscheinlich eher in der nächsten Zeit. Ich habe ja lange als Profisportlerin gelebt.

2 Wie war der Abschied? War das ein besonderes Spiel?

Alle Spielerinnen, die ihre Karriere nach dieser Saison beenden, wurden vom Verein im Rahmen des Spiels verabschiedet. Mit der Mannschaft steht natürlich noch die obligatorische Abschlussfahrt an, von daher sehen wir uns noch.

3 Juckt es nicht ein wenig, nach dem erfolgreichen halben Jahr und dem Aufstieg noch ein paar Spiele dranzuhängen?

Nein, wenn ich ehrlich bin nicht. Ich bin schon froh, dass es vorbei ist. Ich weiß ja, was es heißt, in der ersten Liga zu spielen. Die vielen Reisen unter der Woche, das Training. Ich bin schon froh, dass ich das nicht mehr machen muss.

4 Der BVB hatte viel Verletzungspech und hat im Winter einige neue Spielerinnen verpflichtet, unter anderem auch Sie. Am Ende steht nun der Aufstieg. Was war das Erfolgsgeheimnis?

Wir haben einfach eine super Truppe, in der es auch menschlich total passt. Da war keine, die quer geschossen ist und es war total unkompliziert. Auch unsere Trainerin Ildiko Barna hat dazu ihre ganze Erfahrung miteingebracht.

5 Sie haben ja auch schon in der ersten Liga gespielt. Was erwartet Ihre Mannschaftskameradinnen in der nächsten Saison?

Das Spiel ist vor allem noch schneller und härter. Daran muss man sich schon gewöhnen. Es kommen sicher noch einige Spielerinnen und unsere Trainerin wird das Team schon fit machen.

6 Und wie geht es bei Ihnen persönlich weiter?

In der neuen Saison steige ich wieder bei TuRa Halden-Herbeck in der Verbandsliga ein. Aber jetzt genieße ich erstmal die freie Zeit ohne Sport.