Jan Ullrich wegen Dopings schuldig gesprochen
09.02.2012 | 11:46 Uhr 2012-02-09T11:46:33+0100
Lausanne/München. Jan Ullrich hat als aktiver Radsportler gegen Anti-Doping-Regeln verstoßen - das hat am Donnerstag der Internationale Sportgerichtshof CAS geurteilt. Ullrich wird rückwirkend ab August 2011 für zwei Jahre gesperrt. Seine Ergebnisse seit 1. Mai 2005 wurden annulliert.
Schier endlose 2088 Tage nach der Operacion Puerto steht Jan Ullrich endgültig vor den Trümmern seiner Karriere. Der Internationale Sportgerichtshof hat den Toursieger von 1997 als Dopingsünder verurteilt und eine zweijährige Sperre ausgesprochen. Der 38-jährige Ullrich, der bereits im Februar 2007 seine Karriere beendet hatte, wird demnach rückwirkend vom 22. August 2011 an gesperrt. Außerdem wurden ihm alle Resultate ab dem 1. Mai 2005 gestrichen. Demnach wird ihm der dritte Platz bei der Tour 2005 und der Gesamtsieg bei der Tour de Suisse aberkannt.
Damit hat der CAS innerhalb von vier Tagen das Denkmal eines weiteren Toursiegers sportjuristisch zum Einsturz gebracht. Erst am Montag war der Spanier der Tour 2010 für zwei Jahre gesperrt . Ihm wurden außerdem der Toursieg 2010 und der Giro-Erfolg 2011 aberkannt.
Ullrich will sich zeitnah zu der CAS-Entscheidung äußern. Bereits am Mittwoch hatte der frühere deutsche Radstar gesagt, dass das ein "Glückstag" für ihn sei . Dann könne er endlich mit der Vergangenheit abschließen. In den sechs Jahren habe er viel leiden müssen, bis hin zum Burnout.
Blutbeutel und Geldzahlungen an Fuentes
Der CAS sah in seinem Urteil die Verwicklung von Ullrich in den Skandal um Dopingarzt Eufemiano Fuentes als erwiesen an. 2006 waren beim spanischen Arzt unter anderem Blutbeutel sichergestellt worden, die per DNA-Abgleich Ullrich zugeordnet wurden. Das Bundeskriminalamt hatte außerdem wegen Geldzahlungen in Höhe von 80.000 Euro ermittelt. Im zivilrechtlichen Verfahren hatte Ullrich mit der Staatsanwaltschaft Bonn gegen Zahlung von 250.000 Euro eine Einstellung der Ermittlungen erwirkt.
Sportjuristisch war es nie zu einem Urteil gekommen, nachdem die fehlender Zuständigkeit im Februar 2010 zu den Akten gelegt hatte . Der Radsport-Weltverband UCI und Antidoping Schweiz schalteten daraufhin den CAS ein. Beim Einspruch von Antidoping Schweiz erklärte sich der CAS für nicht zuständig, wohl aber bei dem der UCI. Insgesamt war das Urteil durch den Sportgerichtshof dreimal aufgeschoben worden.
Damit ist Ullrich bereits zum zweiten Mal wegen eines Dopingvergehens verurteilt worden. 2002 war er während der Reha-Phase nach einer Knieoperation positiv auf Amphetamine getestet. Ullrich hatte den positiven Test mit der Einnahme einer Pille in einer Diskothek erklärt. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) sperrt ihn wegen Medikamentenmissbrauchs für sechs Monate.
Jan Ullrich nur noch in Jedermannrennen aktiv
Rein sportlich dürfte Ullrich das Urteil nicht groß stören. Seine Karriere hat er längst beendet. Ein Zurück in die Branche, egal in welcher Position, soll es nicht mehr geben. Das hatte Ullrich klargestellt. Vielmehr will der Olympiasieger von 2000 seinem Hobby in Jedermann-Veranstaltungen nachkommen, was für Ullrich auch ein Weg aus der Isolation ist.
andal 2006 gefallen war, hatte seine so ruhmreiche Karriere - neben dem Toursieg stand er sechs weitere Male in Paris auf dem Podium - von heute auf morgen ein jähes Ende gefunden. Unmittelbar vor dem Startschuss der Tour 2006 hatte das Team Telekom Ullrich aus dem Aufgebot gestrichen und suspendiert. "Ich habe nie betrogen", wiederholte Ullrich stets, was wohl eher darauf abzielte, dass die gesamte Weltelite gedopt sei.
Fortan hatte sich Ullrich in seine Schweizer Wahlheimat zurückgezogen. Kaum noch Sport, sein Pensum im Leistungssport von "35.000 Kilometer" jährlich schrumpfte auf "1000", dann das Erschöpfungssyndrom , das sicherlich auch in den juristischen Konfrontationen seine Ursache hatte. "Mir ging es gesundheitlich schlecht", sagte er am Mittwoch. Nun hat er das dunkle Kapitel seiner Vergangenheit hinter sich gelassen. (dapd)

19:56
Ullrich = Lügner!
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15:35
Wa hat das nun miteinander zu tun?
Verschafft man sich durch Nikotinmissbrauch einen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten?
Ansonsten ist es schon merkwürdig, dass der eine (Ullrich) verurteilt wird, der andere (Armstrong) aber weiter als Held gefeiert wird.
In einer Sportart wo von der Elite z.B. bei der Tour de France verlangt wird drei Wochen lang mit nur zwei Ruhetagen jeden Tag ein Rennen auf höchstem Niveau zu bestreiten nahmen alle "intensivmedizinische Betreuung" in Anspruch. Betrogen wurde da keiner.
Und was sagt das?
Dass Doping in Ordnung ist?
Das heißt doch, dass man ohnen Doping keine Chance hat.
Und das finden SIe in Ordnung?
In Ordnung???? Zumindest aber menschlich, wieviele Harz IV Empfänger halten sich nicht an die Regeln? Wieviele Autofahrer? Wieviele Steuerzahler? Da kann ich noch unzählige Gruppen aufführen.
Aber ich vergaß, er ist ein gefallener Engel, nahm uns unseren Stolz auf unsere Radsportsiege, da muss er natürlich besonders verdammt werden.
14:40
Lustig, wie sich hier gerade die, die ansonsten ein ungehemmtes Recht auf den Konsum von Drogen wie Nikotin und Alkohol einfordern hier beleidigend ins Zeug legen. Aber wie war das mit der Studie zu den Folgen des Nikotionmißbrauchs?
14:16
Der wohl allergeilste Auftritt dieser Felgenpfeife und Barbesuchers fand zum Totlachen bei "Beckmann" statt.Matthias Riechling hat diesen depperten Unschuldsengel auch einmal köstlich vorgeführt.MfG.
14:03
einfach für eine Regierung im Propaganda-Auftrag fahren, dann meckert keiner über den "starken Arm" !
13:52
Jahrelang hat er geschwiegen und nur seine Anwälte reden lassen.
Dann soll er jetzt bitteschön auch seinen Betrügermund halten und als Doper in die Geschichte des Sports eingehen
13:49
"Was war dieser Herr nochmal?! Fahrradverkäufer?!"
Nein, Shampooverkäufer, Werbeslogan: "Doping für Ihr Haar."
13:48
haha wir haben das jahr 2012 und ihn interessiert aktuell das wetter mehr als das urteil
13:20
Kein aktiver Radler, kann sich von Doping freisprechen!
Selbst wir in Bochum, dopen mit Fiege Pils !
13:09
Was war dieser Herr nochmal?!
Fahrradverkäufer?!