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Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu - "Ein großer Fehler"

10.02.2012 | 11:05 Uhr
Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu - "Ein großer Fehler"
Indirekt hat Jan Ullrich (hier bei der Tour de Suisse 2005) in seiner Stellungnahme eingeräumt, gedopt zu haben. Der Kontakt zum Doping-Arzt Fuentes sei "ein großer Fehler" gewesen, schreibt der Tour-de-France-Gewinner von 1997.Foto: dapd

Essen.  Nach dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS hat sich Jan Ullrich sich zu Wort gemeldet und Kontakte zum Doping-Arzt Eufemiano Fuentes bestätigt. "Ich weiß, dass das ein großer Fehler war, den ich sehr bereue", schreibt der Tour-de-France-Sieger von 1997 auf seiner Homepage.

Das Urteil ist vernichtend, und doch hat Jan Ullrich es ein Stück weit herbeigesehnt. Schon am Mittwoch hatte der einstige Radsport-Star gesagt, dass der Tag der Urteilsverkündung durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS der "glücklichste Tag" in seinem Leben werde. Der CAS sah es als erwiesen an, dass Ullrich in seiner Zeit als aktiver Radprofi gedopt hat. Rückwirkend ab August 2011 ist er für zwei Jahre gesperrt , alle Ergebnisse seit Mai 2005 werden annulliert - auch er dritte Platz bei der Tour de France 2005.

Und Ullrich: zeigt sich tatsächlich erleichtert. Er sei "froh, dass endlich ein Urteil gefällt wurde", schreibt der Mann, der früher einmal die größte Radsport-Hoffnung Deutschlands war. Er "nehme den Schiedsspruch hin und werde ihn nicht anfechten", schreibt er in einer Stellungnahme auf seiner Homepage. Nicht, weil er "mit allen Punkten in der Urteilsbegründung übereinstimme", sondern weil er das Thema endgültig abschließen wolle.

Ullrich wollte "für die Tour 2006 nochmal alles rausholen"

Dann räumt er - zumindest indirekt - ein, gedopt zu haben: "Ich bestätige, dass ich Kontakt zu Fuentes hatte", schreibt Ullrich . "Ich weiß, dass das ein großer Fehler war, den ich sehr bereue. Für dieses Verhalten möchte ich mich aufrichtig bei allen entschuldigen – es tut mir sehr leid." Rückblickend würde er manches anders machen.

Was folgt, sind Erklärungsversuche - allerdings nur für die Zeit nach 2005: "Ich wollte für die Tour 2006 nochmal alles rausholen", schreibt Jan Ullrich. "Nach meinem Toursieg 1997 und fünf zweiten Plätzen war der Druck der Öffentlichkeit, der Sponsoren und auch mein Eigendruck immens groß. Alle wollten einen zweiten Toursieg , besonders nach dem Rücktritt von Lance Armstrong."

Anwälte rieten Jan Ullrich, zu schweigen

Er kam gar nicht bis zu Tour 2006: Kurz vor dem Start wurde seine mögliche Verwicklung in den Fuentes-Skandal publik, das T-Mobile-Team suspendierte ihn. Jan Ullrich erinnert sich an "Schlagzeilen, Ächtung, Hausdurchsuchungen, Strafverfahren, Klagen". Er habe sich "alleingelassen" gefühlt. "Die ganze Welt wollte mich an die Mauer stellen und dann bin ich instinktiv in Deckung gegangen, habe mich erst mal zurückgezogen."

Warum aber schwieg Ullrich ? Er schreibt dazu: "Ich wollte schon damals, kurz nach meiner Suspendierung, den Fehler, den ich gemacht habe, öffentlich eingestehen", aber ihm seien die Hände gebunden gewesen. Auf Anraten seiner Anwälte habe er nichts zu den Vorwürfen gesagt.

Der Schiedsspruch des CAS werde an seinen Zukunftsplänen nichts ändern, so Ullrich. "Ich habe nie daran gedacht, in irgendeiner Funktion wieder in den aktiven Profiradsport zurückzukehren." Er habe dem Radsport viel zu verdenken und wolle seine Leidenschaft für diesen Sport weiter an andere vermitteln. Deshalb werde er sich weiter im Jedermann-Radsport engagieren . Und damit, schreibt Ullrich am Ende, sei alles zum Thema Doping gesagt: Weitere Erklärungen werde er zum Thema nicht abgeben. "Ich ziehe hiermit einen Schlussstrich." (shu)

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Kommentare
10.02.2012
19:52
Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu -
von BananenrepublikBRD | #12

Gibt es wieder ein Statement beim Beckmann? Was ein Lügner!

10.02.2012
16:24
Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu -
von Resignator | #11

Wenn die Fahrer vor und hinter Ullrich auch gedopt waren, wie sie behaupten, dann warte ich auf gerichtsfeste Beweise!

10.02.2012
15:59
Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu -
von Roadrunner99 | #10

Mensch wenn man keine Ahnung hat dann einfach mal die Fresse halten. Ulrich hat immer gesagt, dass er keinen betrogen hat! Das stimmt so. Die Leute hinter, vor und neben ihm haben es genau so gemacht wie er.

Die Schuld ist bei allen zu suchen. Bei den Medien genau so wie bei den Zuschauern den Teamchefs und Sponsoren. Wer sich mit dem Thema Doping im Sport näher beschäftigt, der weiss, das der Radsport in Deutschland die meisten Kontrollen macht. Im Fußball kehrt man das Thema immer wieder unter den großen grünen Teppich. Ja und es bringt etwas auch beim Fußball zu dopen.

Wen man bei Volksläufen in Deutschland z.B. im Mittelfeld mal Sportler untersuchen würde, dann würden sie sich wundern, was da für Werte rauskommen.

Ulrich gehörte unter den gleichen Voraussetzungen zu den besten Radsportlern der Welt!

10.02.2012
15:50
Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu -
von hjwelt100 | #9

eine ganze Seite über Jan Ullrich.
Nutzen Sie den Platz besser, lassen Sie ihn leer.
Oder füllen Sie ihn mit Ausmalbildern für die Kleinen.
Von mir aus mit Ullrich als Motiv.

10.02.2012
15:17
Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu -
von Phoenixteich | #8

Cipo, der Herr Ullrich ist der beste Deutsche Fahrer weil er ein Betrüger ist/war. Er hat seine eignen Mannschaftskolegen und andere Radsportteams sowie alle Zuschauer betrogen. Für mich ist so ein charakterloser Mann kein sportliches Vorbild.

Und die Deutschen sind nicht radsportfeindlich, sondern haben etwas gegen die Betrüger im Radsport, die alles kaputt machen.

1 Antwort
Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu -
von Cipo | #8-1

Wer wurde den Betrogen? Aldag? Zabel? Bölts?Henn? Gerolsteiner? US Postal? Die haben doch alle gut Geld verdient durch Ullrich, und die waren richtig dicht.Lustig würde ich es finden wenn man Armstrong was nach weisen würde, dann hätte Ullrich 5 Tour siege mehr auf sein Konto.Schau dir mal Radrennen in Belgien,Holland,Frankreich,Australien und sonst wo an, dann wirst du wissen was Radsport freundlich ist.
FC Barcelona, Real Madrid, und. Alonso sollen doch auch den Arzt F. in Spanien besucht haben.
Wer dopt soll gesperrt werden,aber dann sofort, und nicht Jahre nach sein Kariere ende.Und es muß vernünftig bewiesen werden.

10.02.2012
15:14
Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu -
von Phoenixteich | #7

Her Ulrich hat ja mal beim Leben seiner Familie geschworen das er nicht gedopt hat. Solche Menschen sind für mich charakterlos.

10.02.2012
15:13
Jan Ullrich gibt Doping nur indirekt zu -
von holmark | #6

an wen erinnert mich das nur? War das ein Herr Wulff?

10.02.2012
14:41
Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu -
von Resignator | #5

Kann man nur hoffen, dass andere Sportler daraus gelernt habe und.......................... sich nicht erwischen lassen!

10.02.2012
12:19
Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu -
von meisizebra | #4

Tja, was wäre wohl gewesen, wenn er es gleich zugegeben hätte - Sperre zur Strafe und danach wieder fahren ... ?!? Nicht auszuschließen, dass er die Tour auf diesem Wege noch mal gewonnen hätte.

10.02.2012
11:51
Jan Ullrich gibt Doping indirekt zu -
von Cipo | #3

Ulle du bist und bleibst bester Radsportler aller Zeiten im Radsport feindlichen Deutschland!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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