Irland bekommt keine zweite Chance
20.11.2009 | 12:21 Uhr 2009-11-20T12:21:00+0100
London. Das WM-Playoff-Spiel zwischen Frankreich und Irland wird trotz der Aufregung um das nicht geahndete Handspiel Thierry Henrys nicht wiederholt. Dabei hat sich der Sünder selbst für eine Neuauflage ausgesprochen.
Trotz weltweiter Empörung wird das WM-Playoff-Spiel zwischen dem früheren Fußball-Weltmeister Frankreich und Irland nicht wiederholt. Das stellte der Weltverband FIFA am Freitavormittag klar. "Die FIFA stellt fest, dass das Spielergebnis nicht abgeändert und das Spiel nicht wiederholt werden kann. Wie die Spielregeln eindeutig aussagen, werden während eines Spiels Entscheidungen durch den Schiedsrichter getroffen, und diese Entscheidungen sind endgültig", heißt in einer FIFA-Erklärung.
Der irische Fußballverband hatte Protest gegen die Wertung des Spiels am Mittwoch (1:1) eingelegt und verlangt, die Partie wiederholen zu lassen, weil dem Ausgleich der Franzosen ein klares Handspiel des Stürmers Thierry Henry vorausgegangen war, das nicht geahndet wurde.
Der Sünder selbst sprach sich für eine Wiederholung des Duells aus: "Das wäre die gerechteste Lösung", sagte Henry dem britischen Fernsehsender Sky Sports News, "aber das liegt nicht in meiner Macht." Er schäme sich aber für die Art, wie die Franzosen das WM-Ticket erworben hätten. "Es tut mir sehr leid für die Iren, sie hätten es absolut verdient, in Südafrika dabei zu sein." (sid)

15:43
Es ist richtig, dass Spiel nicht zu wiederholen, es waere aber auch notwendig den Spieler fuer eine bestimmte Anzahl von offizielen Spielen (nicht Freundschftsspielen) zu sperren. Die erwiesene Unsportlichkeit darf nicht ungeahndet bleiben.
14:20
Dieses Spiel durfte nicht wiederholt werden, da ansonsten bei Aufhebung der Tatsachenentscheidung zukünftig in allen Klassen eine Überschwemmungsflut an Wiederholungsspielen stattfinden würde.
Es könnte aber alles so einfach sein:
Auf offizielle (ist noch zu definieren) Intervention einer angeblich benachteiligten Mannschaft sollte der Schiedsrichter verpflichtet sein, den gegnerischen Spieler, dem die Unfairness zur Last gelegt wird, diesbezüglich sofort zu befragen. Nun gibt es folgende Möglichkeiten:
1. Der unfaire Spieler gibt seine Tat zu: Der Schiedsrichter kann seine Entscheidung auch sofort korrigieren.
2. Der unfaire Spieler gibt seine Tat nicht zu bzw kann sich nicht erinnern: Der Spieler läuft dann aber bei einem späteren TV-Gegenbeweis Gefahr, empfindlich (Sperre / Geldstrafe) bestraft zu werden.
3. Mehr als z.B. drei offizielle Interventionen, die im Nachhinein falsch waren (d.h. kein Eingeständnis des gegnerischen Spielers), stehen einer Mannschaft pro Spiel nicht zu.
Damit wir insgesamt gewährleistet, dass ein Spiel nicht durch zuviele Unterbrechungen wie bei einem Kamerabeweis charakterisiert wird.
12:45
Wie eben auch Italien in der letzten WM gehalten werden mußte, durch den Elfer gegen Australien.
Und der DFB OHNE einen Elfer gegen sich, in RUS neulich.
Aber über Wettbanden jammern diese FIFA/ UEFA Typen (oder auch Typinnnen?)