Internationale Sportrichter verteidigen sich

Lausanne/München..  Der Internationale Sportgerichtshof Cas in Lausanne in der Schweiz hat sich mehr als zwei Monate nach der Aufsehen erregenden Kritik des Münchener Oberlandesgerichts (OLG) in der Causa Claudia Pechstein gewehrt. Im Schadensersatzprozess der Eisschnellläuferin hatte das OLG Mitte Januar unter anderem die Neutralität des Cas infrage gestellt, weil bei der Nominierung der Lausanner Richter Verbände gegenüber Sportlern bevorteilt würden. In einer Stellungnahme vom Freitag wies der Cas nun vage darauf hin, dass seit Pechsteins Dopingprozess im Jahr 2009 Reformen stattgefunden hätten, ohne aber Details zu nennen.

Kritik am Oberlandesgericht

Zudem kritisierte die höchste sportgerichtliche Instanz die Entscheidung des OLG, dass nationale Zivilgerichte die gängigen Schiedsvereinbarungen von Sportlern mit Verbänden – etwa zum Prozedere bei möglichen Dopingvergehen – für ungültig erklären können. Dies würde „die Grundprinzipien der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit gefährden“. Außerdem mahnte der Cas, dass zivielrechtliche Verfahren Jahre dauern könnten.