In der Liga trennen sich Spreu von Weizen
05.11.2011 | 22:25 Uhr 2011-11-05T22:25:06+0100
In der Belle Etage des deutschen Profi-Fußballs kristallisieren sich nach zwölf Spieltagen die ersten Grüppchen heraus. Bayern wird verfolgt vom BVB, Werde, Gladbach und Schalke. Wolfsburg, Hamburg und der FSV Mainz spielen überraschend gegen den Abstieg. Ein Kommentar.
In Dortmund ist am Samstag Feier-Abend: Das begeisternde 5:1 der heimischen Borussia gegen den abstürzenden Ex-Meister VfL Wolfsburg sorgte für berechtigte Begeisterung. Und der BVB steht, für die Meister-Fans ganz wichtig, zumindest bis Sonntagnachmittag vor dem Revier-Rivalen FC Schalke 04. Schön für die schwarzgelben Fans: Auch Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach sind noch am ehemaligen Tabellenzweiten aus Gelsenkirchen vorbeigerutscht.
Dieses Tabellenbild kann sich am Sonntag, wenn die Schalker
beim Tabellensiebten Hannover 96 antreten, wieder ganz schnell ändern. Das Duell
entscheidet auch darüber, ob die Niedersachsen, letzte Saison noch einer der
Liga-Überflieger und aktuell letzter Bayern-Besieger, Kontakt zu den ersten Fünf
der Tabelle halten können. Am Samstagnachmittag schickten sich 1899 Hoffenheim,
der 1. FC Köln und Aufsteiger Hertha BSC Berlin an, sich dem Feld hinter den
Bayern anzuschließen. Aber für alle drei reichte es nicht zum zwischenzeitlich
greifbaren Sieg. Und so haben sich für den Moment Borussia Dortmund, Werder
Bremen, Schalke 04 und ganz überraschend Fast-Absteiger Borussia Mönchengladbach
abgesetzt und bilden die Spitzengruppe hinter den Spitzen-Bayern.
Am Tabellenende lässt sich nach zwölf Spieltagen
ebenfalls eine Tendenz ausmachen. Der FC Augsburg, der 1. FC Nürnberg und, trotz
des Sieges, der SC Freiburg waren bereits vor der Saison als Keller-Kandidaten
ausgemacht worden. Zu ihnen haben sich der 1. FC Kaiserslautern und,
überraschend, der FSV Mainz 05 sowie, noch überraschender, der VfL Wolfsburg
gesellt. Dem Ex-Meister aus der VW-Stadt wird ebenso noch der Absprung aus der
Gefahrenzone zugetraut, wie dem Bundesliga-Dino Hamburger SV mit dem neuen
Trainer Torsten Fink. Im Top-Spiel am Samstagabend holten die Hanseaten einen Punkt beim 2:2-Unentschieden beim Vizemeister Bayer Leverkusen.
Allerdings aufgepasst: In der letzten Saison waren Etat-Größen wie Wolfsburg, Bremen oder Stuttgart verdächtig lange im Abstiegskampf gefangen.
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