„Ich werde in anderer Position wieder angreifen“

Dortmund..  Fußball-Bundesligist ­Borussia Dortmund kämpft am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen Werder Bremen um den Einzug ins internationale Geschäft - und so mancher Fan sicher mit den Tränen. Denn für Trainer Jürgen Klopp ist es nach sieben Jahren das letzte Heimspiel mit dem BVB - Sebastian Kehl feiert gar nach beinahe doppelt so langer Zeit Abschied von den Schwarz-Gelben.


Frage: Herr Kehl, ärgert es Sie, dass Jürgen Klopp mit seinem Rücktritt dazwischen grätscht und Ihren Abschied von Borussia Dortmund nach 13,5 Jahren verdeckt?

Sebastian Kehl: Abgesprochen hat er es nicht mit mir. Auch für Jürgen wird das am Samstag emotional werden. Ich weiß, wie die Menschen hier ihn über die Jahre lieben gelernt haben. Das wird hoffentlich ein toller Tag für uns beide.


Was geht kurz vor dem letzten Heimspiel Ihrer Karriere mit dem BVB in Ihnen vor?

Ich konnte mich ja eine ganze Zeit lang darauf einstellen, aber wenn es jetzt nur noch ein paar Tage sind, bis man das letzte Mal in dieses Stadion einläuft... Dass die Saison am Ende noch so ein Drehbuch für mich schreibt mit einem tollen Finale in Berlin - schöner kann man Abschied nicht feiern.


Welche Pläne haben Sie bereits für die Zeit nach der aktiven Karriere als Profi-Fußballer?

Ich werde den Rest des Jahres nutzen, um abzuschalten, neue Motivation zu finden und mir ein bisschen klarer darin zu werden, was ich danach tun will. Ich will mich nicht direkt in etwas Neues stürzen - sei es auf Vereinsebene, mit Spielern oder Unternehmen. Wenn ich 2016 wieder hier bin, und es sieht so aus, dass wir in Dortmund bleiben werden, werde ich in anderer Position wieder angreifen.