„Ich hoffe, dass das die Truppe etwas wachrüttelt“

Siegen/Silschede..  Diese Frage beantwortet Gudrun Winkler ohne zu zögern. Ob sie sich das WM-Halbfinale zwischen Deutschland und den USA in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch um 1 Uhr live im Fernsehen anschaut? „Das habe ich mir ganz fest vorgenommen“, sagt Winkler. Natürlich. Sie ist zum einen Abteilungsleiterin der „Sportfreundinnen“, wie die Fußball-Frauen der SF Siegen in der Regionalliga genannt werden. Sie ist zum anderen eine langjährige Weggefährtin und Mitspielerin von Bundestrainerin Silvia Neid. Denn die war die beste Spielerin damals, als der TSV Siegen noch mit dem FC Bayern München verglichen wurde, weil es zwischen 1986 und 1996 keinen besseren Klub im deutschen Frauenfußball gab.

„Wir mailen uns ab und an“, erzählt Gudrun Winkler über den Kontakt zur in Wilnsdorf lebenden Bundestrainerin. Den Titel in Kanada traut sie Neid und ihrer Mannschaft absolut zu. „Das Spiel gegen Frankreich war ja nicht toll. Ich hoffe, dass das die Truppe etwas wachrüttelt.“

Dieser Meinung ist auch Dietmar Achtert, Trainer der Bezirksliga-Damen von SW GW Silschede, dem Heimatklub von Nationalstürmerin Alexandra Popp. „Wer Weltmeister werden will, muss jeden schlagen - auch die USA“, sagt Achtert. Seine Vereinskollegen und er schauten besonders hin, wenn „die Alex“ am Ball ist. Ob er also auch das Duell live verfolgt? „Das entscheide ich spontan.“