„Ich brauchte noch Balsam für die Birne“

Platz zwei mit neuer deutscher Jahresbestleitung im Halbmarathon in 1:11:13 Stunde und einen riesengroßen, goldenen Schokoladen-Osterhasen als Geschenk - der Ausflug von Sabrina Mockenhaupt zum Paderborner Osterlauf lohnte sich. Die Athletin der LG Sieg musste sich nur der Kenianerin Maryane Wangari Wanjiru (1:11:10) geschlagen geben. Beim ältesten deutschen Straßenlauf über 10 Kilometer blieb Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt) übrigens in 27:51 Minuten nur vier Sekunden über der nationalen Bestzeit von Carsten Eich.

1 Hallo Sabrina, hat der Schokohase Ostern überlebt?

(lacht) Ja, natürlich. Zum einen bin ich nicht der Schoko-Freak, zum anderen hat ihn meine kleine Nichte Leni am Ostersonntag gefunden. Sie findet ihn so toll, dass er noch lange überleben wird.

2 Nach dem knappen Zieleinlauf: Überwiegt die Enttäuschung über den verpassten Sieg oder die Erleichterung ob der tollen Zeit?

Ich bin richtig zufrieden mit dem Rennen, weil es mir um eine gute Zeit ging. Die vier Kenianerinnen wollten gewinnen und sind deshalb ständig in meinem Windschatten gelaufen. Das ist im ersten Moment ärgerlich. Aber so gab es am Ende einen schönen Schlagabtausch, durch den ich vielleicht sogar noch etwas schneller war.

3 Drei Wochen vor Ihrem Start beim Hamburg-Marathon am 26. April scheint Ihre Form auf jeden Fall zu stimmen, oder?

Ich bin nicht in der Top-Form, in der ich gerne wäre. Das habe ich nach dem turbulenten vergangenen Jahr aber akzeptiert. Der Start in Paderborn war bereits vor der Reise nach New York geplant - und im Nachhin-ein genau passend. Da der Halbmarathon in New York nicht so lief wie erhofft, brauchte ich noch Balsam für die Birne. (lacht)

4 Wie sieht Ihr Programm bis Hamburg aus?

Leistungsdiagnostik, ein Zehner bei uns zu Hause um die Ecke und vor dem Marathon eine Saltin-Diät. Bei dieser verzichtet man auf Kohlenhydrate in der Ernährung, entleert die Speicher quasi, um sie kurz vor dem Rennen wieder zu füllen.

5 Und in Hamburg laufen Sie dann Ihre neue Marathon-Bestzeit wie Ihr Bruder Markus oder knacken gar die in Hamburg aufgestellte Familien-Bestzeit Ihres Vaters von 2:24:59 Stunden?

(lacht) Papas Bestzeit wird anschließend noch Bestand haben, da bin ich mir ziemlich sicher. Für mich ist in Hamburg in erster Linie wichtig, wieder einen Marathon durchzulaufen. Außerdem können wir uns noch nicht für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifizieren - das hoffe ich bei einem Herbst-Marathon zu schaffen.