Humorlose Geschichten

Im Gegensatz zu den Herren haben es die deutschen Tennisspielerinnen geschafft, in den vergangenen Jahren zumindest sporadisch mal Glanzpunkte zu setzen. Vor wenigen Monaten standen die Frauen noch im Endspiel des Fedcups, und Sabine Lisicki sorgte sogar für einen Paukenschlag, als sie sich vor gut anderthalb Jahren bis ins Endspiel von Wimbledon powerte.

Und jetzt? Nach dem Auftakt des ersten Grand Slam-Turniers des Jahres blieben gestern lediglich Julia Görges und Andrea Petkovic noch als vage Hoffnungen, während Sabine Lisicki und Angelique Kerber, die sofort sang- und klanglos untergingen, umsonst um den halben Erdball gereist sind. Viel mehr Enttäuschung geht kaum, zumal für zwei Spielerinnen, die ganz sicher das Potenzial haben, die zweite Turnierwoche erreichen zu können.

Sorgen macht vor allem Sabine Lisicki, die aus der Spur geraten zu sein scheint. In Melbourne startete sie nun mit einem neuen Trainer an ihrer Seite. Und von Christopher Kas verspricht sie sich, dass er ihr „die Lockerheit, die Freude und den Humor“ zurückbringe. Es ist ein Satz, der stutzig macht. Auch weil man bisher glauben musste, dass mangelnder Humor kein Problem sein kann, wenn der Lebensgefährte Oliver Pocher heißt. Siehe 2. Seite