HSV spielt künftig wieder im Volksparkstadion

Hamburg..  Nach langem Hin und Her steigt Klaus-Michael Kühne nun doch beim finanziell klammen Hamburger SV als Großinvestor ein. Dank einer Millionenspritze des umstrittenen Geldgebers kann das Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga zudem seine Arena wieder in den traditionsreichen Namen Volksparkstadion umbenennen. Das Volumen für den gesamten Deal beträgt rund 43 Millionen Euro.

Noch im Dezember hatte es der Unternehmer abgelehnt, seinen Kredit von 25 Millionen Euro in Vereinsanteile umzuwandeln und mit der Rückforderung seines Kapitals gedroht. Die Drohung zeigte Wirkung, denn jetzt handelte er bessere Bedingungen für sich aus. Hätte er im Dezember für einen 7,5-Prozent-Anteil an der HSV Fußball AG noch seine kompletten 25 Millionen einsetzen müssen, bekommt er den Anteil nun für 18,75 Millionen, weil der Wert des HSV nicht mehr auf 330 Millionen, sondern nur noch auf 250 Millionen Euro taxiert wurde.

Die übrig bleibenden 6,25 Millionen Euro seines Darlehens sollen nach Informationen des Hamburger Abendblattes bis 2019 zu einem Zinssatz von 4,5 Prozent vom HSV abbezahlt werden.

Gleichzeitig kaufte Kühne dem HSV für insgesamt 16 Millionen Euro für vier Jahre die Namensrechte an der ImtechArena ab, die er aber jederzeit wieder weiterverkaufen könnte. Ab 1. Juli jedenfalls soll die Arena wieder Volksparkstadion heißen. Mit diesem Schachzug punktete der 77-jährige Unternehmer vor allem bei den HSV-Fans, die ihm bisher überwiegend kritisch gegenüber standen, weil er mit seiner öffentlichen Kritik die Unruhe beim HSV zuletzt immer wieder befeuert hatte.

HSV-Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer feierte den Investor überschwänglich. „Es ist eine ganz außerordentliche Tat von Herrn Kühne, da muss man dankbar sein. Es ist ein großer Tag für den HSV“, sagte Beiersdorfer, der daran erinnerte, dass er selbst als Verteidiger im Volksparkstadion gespielt hat. Nach den kommerziellen Namensgebern AOL, HSH Nordbank und zuletzt Imtech kehrt der Club zu seinen Wurzeln zurück.

Kühne hofft, dass „ich den Aufbruch des HSV mit meinem Beitrag unterstützen kann“. Er wünsche sich, „dass unsere Mannschaft im Volksparkstadion wieder an alte Erfolge anknüpfen kann“.