Hockey-Frauen vergießen Tränen nach verlorenem Finale

Leipzig..  Die Vormachtstellung der deutschen Hockey-Teams in der Halle ist gebrochen. Erstmals in der Geschichte der Hallen-Weltmeisterschaft sind die erfolgsverwöhnten DHB-Teams beim Kampf um die Titel leer ausgegangen. Das Team mit Katharina Windfeder vom HTC Uhlenhorst Mülheim erreichte zwar in Leipzig das Endspiel, musste sich aber am Sonntag den Niederlanden nach großem Kampf 0:1 (1:1, 1:0) im Penaltyschießen geschlagen geben.

Das bei den vorherigen drei Championaten stets erfolgreiche Herren-Team mit Windfeders Vereinskollegen Thilo Stralkowski, Ferdinand Weinke und Timm Herzbruch patzte einmal und wurde nach einem 13:2-(5:2)-Torfest gegen Iran frustrierter Dritter. Dafür bejubelten die Niederländer im Finale den 3:2-Sieg über Österreich.

Deutsche Dominanz durchbrochen

„Ich werde sicher noch ein bisschen brauchen, um über die große Enttäuschung hinweg zu kommen“, sagte nach der Finalniederlage die gebürtige Duisburgerin Yvonne Frank, die für den UHC Hamburg das Tor hütet. Sie hielt ihr Team mit vielen Paraden im Spiel und wurde im Penaltyschießen letztlich auch nur von einer Niederländerin bezwungen.

„Was für ein großartiger Fight. Ich hätte unseren Damen den Titel so gegönnt“, sagte DHB-Präsident Stephan Abel ebenso begeistert wie enttäuscht. Dass die Herren im Halbfinale scheiterten, wertete Abel „auf keinen Fall“ als Beinbruch: „Es ist vielleicht sogar ganz gut, dass die Dominanz der Herren mal einen kleinen Dämpfer erhalten hat.“