Historischer Sieg für Alba Berlin

Athen..  Der ganz große Alba-Jubel blieb noch aus. Direkt nach dem Coup im Nervenkrimi bei Panathinaikos Athen richteten die Berliner Basketballer ihren Fokus auf die geschichtsträchtige Chance in der Euroleague. „Das ist ein historischer Sieg für Alba Berlin und den deutschen Basketball“, schwärmte Coach Sasa Obradovic (Bild) nach dem 68:66 über den sechsmaligen Euroleague-Champion. „Aber unsere Mission ist noch nicht vorbei.“

Mit einem Sieg gegen Maccabi Tel Aviv am kommenden Donnerstag (20 Uhr/Sport1) würden die Berliner als erster deutscher Verein seit Gründung der neuen Euroleague 2000 ins Viertelfinale einziehen. „Jetzt haben wir noch ein Spiel - und das ist das größte dieser Saison“, sagte US-Profi Jamel McLean.

Eine Niederlage in der Olympia-Halle hätte das Aus aller Hoffnungen aufs Weiterkommen bedeutet. Vor 12 500 fanatischen Fans machte Alex Renfroe (Bild) aber die entscheidenden Punkte zum Endstand. In der dramatischen Schlussphase stopfte der Guard den Abpraller nach einem Fehlversuch von Center Leon Radosevic durch den Ring. „Das war schon Wahnsinn, wie er sich bei diesem Rebound mit seinem schmalen Körper gegen die zwei Brocken unterm Korb durchsetzte“, lobte Sportdirektor Mithat Demirel. „Alex hat heute ein überragendes Spiel gemacht.“ Mit 16 Zählern und neun Assists war der US-Profi an mehr als der Hälfte aller Berliner Punkte beteiligt und gab der Mannschaft vor allem in der Anfangsphase die nötige Sicherheit. „Alex ist ein sehr lockerer Typ, der lässt sich von so einer Atmosphäre nicht beeindrucken“, erklärte Demirel den unbekümmerten Auftritt des Spielmachers.