Hipp und rund

Die Champions League geht also weiter. Heute Abend finden die ersten Spiele des Achtelfinales statt: Chelsea pöhlt gegen Paris, die Bayern gegen Donezk. Genau vier Wochen dauert es dann, bis alle Viertelfinalisten durch Hin- und Rückspiel auserkoren sind. Das war früher anders.

Früher war nicht alles besser. Aber manches ja schon.

Das bringt uns zu einem weiteren schönen Detail dieses sportlich hochklassigen Wettbewerbs, bei dem zwei Dinge wirklich wichtig sind: die richtige Inszenierung und das Geld. Nirgendwo im Vereins-Fußballgeschäft wird so viel Kohle verdient, wie in der Königsklasse. Und nirgendwo außer bei einer Theateraufführung ist alles so akribisch durchgeplant.

Der Regisseur ist hier immer der gleiche: der Europäische Fußball-Verband UEFA. Der lud gestern zu einem Termin ein und präsentierte ... kunstvolle Pause ... Trommelwirbel .... Spannung: einen Ball.

Aber von wegen: Nicht irgendeinen Ball, sondern DEN Ball. Den Ball, mit dem ab heute in der K.o.-Phase und später auch im Endspiel der Champions League am 6. Juni in Berlin gekickt wird.

Auf dem guten Stück namens „Top Star“ sind das Brandenburger Tor, der Berliner Bär und das Olympiastadion als Symbole der Hauptstadt sowie der zu gewinnende Pokal zu sehen. Jeder Stern auf dem Ball hat „sein eigenes unverwechselbares und farbenprächtiges Design“, schwärmt die UEFA und findet, die „vibrierende Mischung von Farben und Formen“ sei inspiriert „durch die dynamische, junge und hippe Szene von Berlin“.

Puh. Durchatmen.

Aber rund, rund ist er noch, der Fußball.