Hingehen, wo Glück möglich ist

Weil Lukas Podolski ganz sicher nicht selbst in die Tasten zu hauen gedenkt, könnte die Sache mit der gedruckten Geschichtsaufarbeitung für ihn etwas teurer werden. Podolski benötigt nach Karriereende nämlich zwei Autoren. Einen von heiterem Gemüt, der seine glanzvollen Jahre im Kreise der weltmeisterlichen Nationalelf nachzeichnet. Und einen, dem die Schattenseiten des Lebens nicht fremd sind, für die Auseinandersetzung mit seinen Vereins-Engagements.

Selbst beim 1. FC Köln konnte Podolski doch nie wirklich glücklich sein, weil sich der Herzensklub mit ihm entweder in der zweiten Liga tummelte oder in der Bundesliga auf den nächsten Abstieg vorbereitete. Und bei den Bayern wurde Podolski ungefähr so wertgeschätzt wie in den vergangenen Monaten bei Arsenal. Also: wenig.

Nur auf Pech am Schuh lässt sich das nicht zurückführen. Podolski, Stürmer, 121 Einsätze für Deutschland, erst 29 Jahre alt, hätte bei der Klubwahl etwas genauer hinschauen sollen. Jetzt zum Beispiel soll es Inter Mailand sein, eine verblasste Größe in der italienischen Fremde. Glücksfaktor? Das Beste, was dazu zu sagen ist: Et kütt wie et kütt. . .