Hausding/Feck holen Bronze vom Drei-Meter-Brett

Patrick Hausding und Stephan Feck verpassten die Fortsetzung ihrer Silber-Serie vom Drei-Meter-Brett, aber auch nach Synchron-Bronze droht Deutschlands Wasserspringern in Rostock die schwächste EM-Bilanz seit der Wiedervereinigung.

Rostock.. Das Synchron-Duo aus Berlin und Leipzig hatte fünfmal seit 2010 Platz zwei geholt. «Die Medaille ist super, ich bin auch mit Bronze zufrieden», sagte Hausding, der tags zuvor als Fünfter im Einzel noch enttäuscht hatte.

Erneut waren die Dauer-Europameister Ilja Sacharow und Jewgeni Kusnetsow nicht zu schlagen. Die Russen lagen 43,23 Punkte vor den Deutschen. Hausding holte seine insgesamt 25. EM-Medaille. Vom Ein-Meter-Brett reichte es zuvor Nora Subschinski beim 15. EM-Titel der Italienerin Tania Cagnotto zu Platz neun.

Nach sechs von elf Wettbewerben hat Deutschland einen zweiten und einen dritten Platz in der Edelmetall-Bilanz stehen. Es zeichnet sich die schlechteste Medaillenausbeute seit 1991 ab: Wiedervereinigt haben deutsche Springer immer mindestens sechs Medaillen und einen Titel geholt. «Letztes Jahr und das Jahr davor haben wir mit zehn Medaillen ein hervorragendes Ergebnis gehabt. Man muss auch Realist sein, dass es nicht immer so glatt laufen kann», sagte Chefbundestrainer Lutz Buschkow. Er hofft auf einen Schlussspurt am Wochenende.

Falls es nach elf Wettbewerben «vier bis sechs Medaillen» seien, «dann haben wir uns als Team ordentlich präsentiert. Dann wäre die Enttäuschung nicht ganz so groß», sagte Buschkow, der in der Olympia-Saison seinen Assen mehr Pausen und weniger Reisestress ermöglichen will. Größte Goldhoffnung sind am Sonntag die Weltmeister Sascha Klein/Hausding, seit 2008 siebenmal in Serie Europameister.

Subschinski war mit ihrer Neben-Disziplin bis auf einen verpatzten Sprung nicht unzufrieden und berichtete von einer weiter guten Stimmung in der Mannschaft. «Wir sind ja keine Roboter. Lieber es läuft hier nicht so gut als wie bei der WM», sprach sie den Kampf um die olympischen Quotenpläzte Ende Juli in Kasan an.

Bei ihrem ersten großen internationalen Wettkampf spielten Louisas Stawcinskys Nerven nicht mit. Bis zum letzten Sprung lag die 18-Jährige aus Dresden auf Finalkurs, doch dann verpatzte sie ihren anderthalbfachen Salto rückwärts und rutschte auf den 17. Platz ab. «Ich habe mich zu sehr unter Druck gesetzt», sagte die Schülerin, die in der nächsten Woche bei den Europaspielen in Baku antreten wird.