Sensations-Team Katar im Finale der Handball-WM gegen Frankreich

Jubel der Katarer nach der Schlusssirene: Der Gastgeber steht nach einem 31."9 gegen Polen im WM-Finale.
Jubel der Katarer nach der Schlusssirene: Der Gastgeber steht nach einem 31."9 gegen Polen im WM-Finale.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Katarer, die im Viertelfinale das DHB-Team besiegt hatten, schlugen die polnische Auswahl mit 31:29. Frankreich gewann mit 26:22 gegen Spanien.

Doha..  Die Sensation ist perfekt: Gastgeber Katar spielt als erstes nichteuropäisches Team um den Weltmeister-Titel im Handball. Der Asienmeister gewann am Freitag in Doha sein Halbfinale gegen Polen mit 31:29 (16:13). Bislang waren nur Ägypten 2001 und Tunesien 2005 als beste nichteuropäische Mannschaften ins WM-Halbfinale gekommen. Das Team des spanischen Trainers Valero Rivera trifft am Sonntag auf Olympiasieger Frankreich, der sich dank des starken Torhüters Thierry Omeyer mit 26:22 (18:14) gegen Titelverteidiger Spanien durchsetzte.

Katar hat in den K.o.-Spielen nacheinander Österreich, Deutschland und Polen ausgeschaltet. Vor zwei Jahren hatte der Gastgeber noch WM-Platz 20 belegt. Vor 15 000 Zuschauern in der Lusail Multipurpose Hall warfen Kamalaldin Mallash und Rafael Capote je sechs Tore. "Wir wussten, dass wir bis zur Pause drei oder vier Tore Vorsprung haben mussten, weil Polen fast alle seine Spiele in der zweiten Halbzeit gewonnen hat", sagte Rivera, der vor zwei Jahren bei der Heim-WM mit Spanien den Titel gewonnen hatte.

Biegler ist heiß auf Bronze

Bei den vom deutschen Trainer Michael Biegler betreuten Polen traf Michal Jurecki achtmal. "Ich habe höchsten Respekt vor dem Kampfgeist meiner Mannschaft", sagte der einstige Rückraumspieler des TuS N-Lübbecke und fügte an: "Jeder, der etwas von Handball versteht, hat gesehen, was mit uns passiert ist. Am Sonntag werden wir einen echten Kampf um Bronze haben - und wir sind heiß darauf, mit dieser Medaille nach Hause zu fahren."

Im zweiten Halbfinale hatte sich Frankreich zur Pause bereits einen 18:14-Vorsprung erspielt. In der hochklassigen Begegnung kämpften sich die Spanier jedoch wieder auf 18:19 (38.) heran, kam aber nicht zum Ausgleich. Michael Guigou warf fünf Tore für Frankreich, bei den unterlegenen Spaniern trafen Joan Canelles und Christian Ugalde ebenfalls je fünfmal.