Hambüchen kämpft um Universiade-Gold am Reck

Fabian Hambüchen geht voller Zuversicht in zwei Finals bei den Turn-Wettkämpfen der Universiade im südkoreanischen Gwangju. Nach der Konkurrenz am Boden (14,95) qualifizierte sich der deutsche Turnstar mit 15,10 Punkten als Zweiter auch für die Entscheidung am Reck.

Gwangju.. Auf das Finale im Mehrkampf wird der 27 Jahre alte Wetzlarer aber verzichten. "Ich habe wegen meiner Fingerverletzung in Baku schon im Vorkampf am Pauschenpferd und am Barren nur ganz leichte Übungen turnen können. Im Finale wäre ich daher chancenlos", begründete Hambüchen. Er räumte aber ein, dass der Finger "von Tag zu Tag immer besser heilt".

In der Qualifikation war Hambüchen, der vor der Universiade als "Welthochschulsportler" geehrt wurde und zur Eröffnung die deutsche Fahne trug, mit getaptem Finger im Sechskampf auf 85,40 Punkte und Platz sechs gekommen. "Die Stimmung ist einfach geil", meinte er danach. "Ein tolles Event mit Super-Hallen."

Beste Siegchancen sieht der Ex-Weltmeister nun am Dienstag im Reckfinale. "Die zwei Finals hatte ich mir wie bei den Europaspielen vorgenommen. Da will ich am Dienstag noch mal einen raushauen", kündigte Hambüchen an, nachdem im Vorkampf nur der Japaner Shogo Nonomura (15,35) eine höhere Note verbucht hatte. In Baku hatte er am Reck gewonnen und am Boden die Silbermedaille geholt.

Im Team-Wettbewerb kam Hambüchen am Sonntag gemeinsam mit Helge Liebrich (Schwäbisch-Gmünd) und Fabian Lotz (Wetzlar) erwartungsgemäß nicht in die Nähe des Podests. Da nur drei Studenten nominiert worden waren, musste das Terzett auf jegliche Streichwerte verzichten. Beim Sieg der Japaner belegten die Deutschen den zwölften Platz.