Hambüchen in zwei Finals - Scheder kämpft um Medaille

Top-Turner Fabian Hambüchen hat zum Auftakt der Europaspiele in Baku die Finals am Boden und an den Ringen erreicht. Im Mehrkampf rangiert der 27 Jahre alte Ex-Reck-Weltmeister nach den ersten drei Geräten mit 42,966 Punkten auf Platz sechs.

Baku.. Das deutsche Männer-Team konnte zunächst die Medaillen-Erwartungen nicht erfüllen und rangiert bei Halbzeit nur auf Platz acht (83,831), da sich Hambüchens Teamgefährten Andreas Toba und Sebastian Krimmer Patzer am Boden und am Pferd leisteten. "Für mich persönlich lief es gut, ich bin fehlerfrei durchgekommen", sagte Hambüchen. "Mit dem Team war es leider ein bisschen schade." In Führung liegt die Ukraine mit 88,598 vor Russland (88,199). "Das war ein denkbar schlechter Auftakt", konstatierte Cheftrainer Andreas Hirsch. "Es ist erst Halbzeit jetzt, es kommen noch unsere starken drei Geräte", meinte hingegen Fahnenträger Hambüchen mit Blick auf die Team-Entscheidung am Montag.

Weit besser präsentierten sich die deutschen Turnerinnen, die nach zwei Geräten hinter Russland (60,165 Punkte) mit 58,066 Zählern Platz zwei in der Zwischenwertung einnehmen. Hervorragend turnten Sophie Scheder und Elisabeth Seitz (je 15,000) am Stufenbarren. Da aber nur eine Turnerin pro Nation das Gerätefinale erreicht, gaben die besseren Haltungsnoten für die Chemnitzerin Sophie Scheder den Ausschlag für den Einzug in den Medaillenkampf der besten Sechs. Im Mehrkampf liegen die beiden Deutschen mit jeweils 29,033 Punkten hinter drei Russinnen aussichtsreich auf dem geteilten vierten Platz. Am Montag werden in den Team-Konkurrenzen die ersten Turn-Medaillen in Baku vergeben. Für die Frauen stehen noch Schwebebalken und Boden auf dem Programm, die Männer komplettieren mit Sprung, Barren und Reck den Sechskampf. Die jeweils besten 18 bei Männern und Frauen erreichen die Mehrkampf-Finals, jedoch nur ein Turner pro Nation.