Guardiola im Glück: Ausflug nicht bestraft

München..  Pep Guardiola war nicht zu bändigen. Eine Umarmung mit dem Vierten Offiziellen, ein weiter Ausflug zum Linienrichter – ständig stand der FC-Bayern-Trainer beim 1:1 gegen den FC Schalke 04 unter Strom. „Es war eine emotionale Aktion“, räumte Guardiola nach seinem explosiven Lauf zur Eckfahne ein. Bei der Frage, ob er keine Angst vor einem Verweis auf die Tribüne hatte, wurde der Spanier aber nicht konkret: „Ich akzeptiere alle Entscheidungen vom Schiedsrichter.“ Allerdings hatte er großes Glück: Er hätte verwarnt oder gar verbannt werden können, denn er hatte sich nicht regelkonform verhalten.

Umarmung des Vierten Offiziellen

Die Begrenzungslinien der Coaching-Zone sind für Guardiola eher eine Kann-Bestimmung. Doch ein Ausflug bis zur Torauslinie wie der nach dem nicht anerkannten Führungstreffer in der 66. Minute ist auch für Guardiola ungewöhnlich. Der Bayern-Trainer wollte die Entscheidung von Schiedsrichter-Assistent Markus Häcker, der den Ball zuvor im Aus gesehen hatte, nicht wahrhaben. Nach einem kurzen Disput schüttelte Guardiola Häcker sogar noch die Hand und hob den Daumen. Als die Bayern direkt im Anschluss doch noch das 1:0 erzielten, fiel Guardiola beim Jubel über dieses Tor dem Vierten Offiziellen Robert Kempter um den Hals.