Geske gelingt der „Wurf des Jahres“

Bayreuth..  2015 ist noch jung, die deutsche Basketball-Gemeinde hat Niklas Geske aber schon zum „Wurf des Jahres“ gratuliert. Mit einem Treffer aus 15 Metern, aus der eigenen Hälfte heraus und im Lauf in Richtung des gegnerischen Korbs auf den Weg gebracht, sicherte der 20-jährige Aufbauspieler von Bundesligist Phoenix Hagen seinem Team am Samstag den 76:73 (37:36)-Erfolg in Bayreuth. Der Ball fiel durch die Reuse, als die Schlusssirene ertönte. Einen verbleichbaren „Sirenenbezwinger“ gab es in der Phoenix-Historie nie. „Diesen Moment werde ich nie vergessen“, das steht für Geske fest.

So schön der finale Freudentaumel auch war – die Aufregung hätten sich die Schützlinge von Trainer Ingo Freyer ersparen können. Fünf Minuten vor Schluss führten die Gäste, die schwach angefangen hatten und sich ab Abschnitt zwei stetig steigerten, mit elf Punkten (71:60). Dann stellten die Gastgeber auf Zonenverteidigung um, womit Todd Brown und Co. nicht klar kamen. Die Dreier fielen nicht mehr und auf andere Art und Weise gab es auch kein Durchkommen mehr.

Völlig konfus

Bayreuth kam Punkt um Punkt heran und hätte Keith Ramsey nicht ein paar spektakuläre Blocks eingestreut, hätten die Oberfranken schon eher den Ausgleich geschafft als 20 Sekunden vor Schluss durch zwei verwandelte Freiwürfe von Javon McCrea (73:73).

Phoenix, mittlerweile ohne seinen 83 Sekunden vor Schluss ausgeschiedenen Topscorer David Bell (21 Punkte), war jetzt völlig konfus, bekam nicht einmal mehr den letzten Einwurf zum eigenen Mann. Ballbesitz Bayreuth – und noch 20 Sekunden auf der Uhr! Jetzt spricht das Momentum ganz klar für Bayreuth. Aber Je’Kel Foster vergibt kurz vor Schluss, alles sieht nach einer Verlängerung aus. Bis es Niklas Geske einfach mal probiert. Und das Unfassbare geschieht.

„Bei dem Wurf am Ende war viel Glück dabei“, gab Phoenix-Coach Ingo Freyer zu, „das Hinspiel haben wir knapp mit einem Punkt verloren, so ist das mit der Gerechtigkeit manchmal.”