Gerupfte Adler

Die gute Nachricht nach dem Springen von Oberstdorf lautet: Es hat sich keiner schwerer verletzt. Das ist nach dem ersten Versuch am Sonntag, als Schnee und Wind die Austragung verhinderten, durchaus eine Bemerkung wert, weil es auch am Montag dicke Flocken schneite und die Sicht für die Skispringer nicht ideal war.

Damit erschöpft es sich aber auch. Denn das rein sportliche Ergebnis geriet zum mittelprächtigen Desaster. Die deutschen Ski-Adler landeten gerupft auf dem Boden der Tatsachen.

Wie immer vor der Vierschanzentournee wurden die deutschen Athleten mit ihrem schweren Erbe von Hannawald und Schmitt konfrontiert. Wie immer hieß es, dass die Chancen auf einen Erfolg gut stünden wie selten. Wie immer folgte sogleich die Ernüchterung. Erstes Springen, erste Enttäuschung.

Die Deutschen fliegen den Besten hinterher.

13.

15.

18.

19.

Das sind die Platzierungen der vier besten DSV-Adler. Ein Ergebnis, das kaum ein Pessimist schwärzer hätte malen können.

Die Euphorie ist nun erstmal verflogen, der erträumte Gesamtsieg bei der Tournee in weiter Ferne.

Doch es gibt doch noch gute Nachrichten: es kommen noch drei Springen. Und: schlechter wird es kaum gehen. Die deutschen Skispringer sind gefordert zu zeigen, dass sie es besser können.