Ganz Schalke setzt auf Raúl
08.03.2011 | 20:21 Uhr 2011-03-08T20:21:00+0100Gelsenkirchen.Gegen Valencia soll der auch finanziell lukrative Sprung ins Champions-League-Viertelfinale gelingen. Trainer Felix Magath steht schwer unter Druck,
Auf dem Rasen kennt Raúl keine Angst. Schalkes stolzer Spanier stürzt sich unerschrocken in jedes Getümmel, und manchmal umschleicht er es auch geschickt, um die vielen grobschlächtigen Kerle, die ihn an der Ausübung seiner Kunst hindern wollen, zu überraschen. Wäre Raúl auch nur im Ansatz ängstlich, hätte er es schon in all den Jahren bei Real Madrid nicht zur Legende gebracht.
Huntelaar fällt aus
In diesen Tagen aber befällt den 33-Jährigen eine Sorge. Das Champions-League-Heimspiel gegen den FC Valencia steht am heutigen Mittwoch an (20.45 Uhr/Sat.1 live und im DerWesten-Ticker), nach dem 1:1 in Spanien, das Raúl mit seinem Treffer sicherte, hat Schalke 04 gute Aussichten, um ins Viertelfinale einzuziehen und damit auch weitere sieben Millionen Euro für die klamme Kasse des Klubs zu gewinnen. Raúl kennt den Gegner besser als jeder andere Schalker, und deshalb warnt er vor der Vorstellung, die Veranstaltung könnte zum Selbstläufer werden: „Ich erwarte Valencia noch gefährlicher als im Hinspiel“, sagt er. „Wir haben einen klaren Vorteil. Aber Valencia hat die Fähigkeit, den Spieß noch umzudrehen.“
Ein K.o. für Schalke hätte auch einen unangenehmen, sogar traurigen persönlichen Nebeneffekt für Raúl. „Man weiß nie, es könnte ja auch mein letztes Spiel in der Champions League sein“, sagt er. „Aber egal, was passiert, die besondere Beziehung zwischen Raúl und der Champions League wird immer bleiben.“ In der Königsklasse herrschte er jahrelang so erfolgreich wie sympathisch. 69 seiner 71 Europacup-Treffer gelangen ihm in diesem Wettbewerb, den er mit Real dreimal gewann: 1998, 2000 und 2002. Trotz dieser Triumphe hob Raúl nie ab, und genau dieser tadellose Charakter macht den Routinier auch für Schalke 04 so wertvoll.
Für Schalkes Trainer Felix Magath ging bisher die riskante Rechnung auf, wegen der enttäuschenden Auftritte seines Teams in der Bundesliga voll auf die beiden Cup-Wettbewerbe zu setzen. Der Einzug ins DFB-Pokalfinale durch ein 1:0 beim FC Bayern gelang überraschend, in der Champions League aber wird von den Schalkern nun sogar erwartet, dass sie ihre bisher starken Leistungen bestätigen. Eine Niederlage würde den in Schalke arg umstrittenen Magath in Erklärungsnot bringen. Schon am Samstag steht das nächste schwere Bundesligaspiel an, die ebenfalls angeschlagene Frankfurter Eintracht kommt mit dem ebenfalls wankenden Trainer Michael Skibbe. Der Rückhalt für Magath in der Führungsetage hat sich deutlich verringert, auf einen möglichen Abstiegskampf hatte sich Schalke nicht vorbereitet.
Die Kritik der Fan-Seite, die offen seinen Rauswurf fordert, lässt sich Magath an sich abprallen: „Darüber mache ich mir keine Gedanken“, sagt er und konzentriert sich lieber auf die bevorstehende sportliche Aufgabe. Er hofft natürlich auf eine Fortsetzung der Serie in dieser Saison: Beim 2:0 gegen Benfica Lissabon, beim 3:1 gegen Hapoel Tel Aviv und beim 3:0 gegen Olympique Lyon brachten die Königsblauen ihre bisher besten Leistungen. „Wir können einerseits Geld verdienen, andererseits wollen wir aber auch ein sportliches Zeichen setzen“, betont Magath und fügt hinzu: „Und das können wir am besten in der Champions League.“
Fehlen wird ihm beim Versuch, nach 2008 erneut das Viertelfinale zu erreichen, der immer noch am Knie verletzte Stürmer Klaas-Jan Huntelaar. Als Alternativen stehen Magath der robuste Edu und der wendige Mario Gavranovic zur Verfügung, auch Angelos Charisteas könnte als Strafraumspieler eine Alternative sein. Als Linksverteidiger muss Lukas Schmitz ersetzt werden, der im Hinspiel in letzter Minute Gelb-Rot sah. Magath hat die Wahl zwischen dem unerfahrenen Sergio Escudero, der gegen Nürnberg auf forsche Weise ein gutes Bundesliga-Debüt feierte, und dem erfahrenen Hans Sarpei, der sich beim Pokalsieg in München erfolgreich Superstar Arjen Robben in den Weg stellte. Im defensiven Mittelfeld wird der für die Champions League nicht spielberechtigte Anthony Annan durch Joel Matip vertreten.
Eine ordentliche Aufstellung zu finden ist in dieser schwierigen Zeit allerdings noch das kleinste Problem für Magath.

14:23
wirklich hochinterssant, ich finde in meinem schalke freundeskreis niemanden der vehement magaths absetzung fordert. gut, nun kenne ich nicht tausende. aber wenn der fan unmut doch so groß ist könnte doch wenigstens einer darunter sein.
ein paar wohl gesteuerte fans und die waz scheinen die politik zu machen.
an so einem tag diese meldung!! unfaßbar!!
23:29
#3 Uli Potofski?nenenenene
was soll das denn?
Viel glück morgen beim Spiel
22:45
Na ja, Buschmann, Schüssler & Co. werden ganz sich nicht auf den Stehgeiger Raul (OT Buschmann) setzen, denn dann müssten sie wieder etwas aussetzen mit ihrem Schalke- und Magath-Bashing.
22:09
Ich bin dafür, das man das Ende der Saison mal abwarten sollte und sich erst dann ein Urteil über FM bildetn sollte!
Immerhin sind wir ja noch in der Cl und im Pokalfinale. Bayern ist nur noch in der Cl :-)
Raul wird uns morgen eine Runde weiter schiessen, weil er ein begnadeter Torjäger ist.
Den hat übrigens ein gewisser Felix Magath geholt und anfangs haben auch einige den Kopf geschüttelt.
Und nun? Nun ruhen all unsere Hoffnungen auf Senor Raul und er wird uns auch nicht enttäuschen!
Glück auf!
22:03
Also ich kenne viele Schalkefans (aus viele sozialen Schichten, jedes Alter, mit mehr oder weniger Bildung, Mitglieder, Dauerkarteninhaber) und von denen steht ausnahmslos keiner hinterm Magath. Und alle meinen auch,das es ohne Neuer und Raul noch viel schlimmer aussehen würde. Das der Verein es sich wohl nicht leisten kann, Magath zu beurlauben, denken sie ebenfalls, deshalb besteht bei den mir bekannten Fans ein gewisse Ratlosigkeit.Deswegen wunder ich mich, als Außenstehender, dass hier immer von einer kleinen Gruppe gesprochen wird.
21:47
Die WAZ polemisiert ohne Ende gegen unseren Verein.
Ich fordere die Verantwortlchen auf, das einzustellen.
21:08
Ich empfehle allen, vor allem den WAZ Medien Redakteuren sich das Gespräch Uli Potofski und Felix Magath anzusehen.
Das ist Anschauungsunterricht, wie man miteinander umgeht.
http://www.youtube.com/watch?v=yeCTn4yh414
21:01
Der sogenannte Fan-Unmut gegenüber Magath wird sicherlich über Gebühr aufgebauscht. Den ganz großen Protest der Fans habe ich noch nicht vernommen. Es geht hier immer um einige wenige Transparente der im SFCV organisierten Fans, die viel mehr ein persönliches, als sportlich motiviertes Problem mit Magath haben.
Die ganz große Mehrheit der Schalke-Fans steht deutlich hinter Magath und wünscht sich eigentlich nur, dass er in Ruhe weiter arbeiten kann. Das bestätigt sich auch in etlichen Foren von Online-Portalen, wie z.B. auch hier.
20:34
Auf der PK spricht Jurado. Herr Müller läßt Raul sprechen. In den ersten 20 Minuten der PK war Herr Müller allerdings auch nicht zu vernehmen.
Aber ein Artikel muss dann schon mal gefertigt werden.
Welche Fans, außer den Milchgesichtern in Stuttgart sind eigentlich gegen Magath Herrr Müller?