Zwanziger: "Operative Termine bei Niersbach"
10.02.2012 | 19:03 Uhr 2012-02-10T19:03:00+0100Der scheidende DFB-Präsident Theo Zwanziger hat den Staffelstab zum großen Teil schon an seinen designierten Nachfolger Wolfgang Niersbach weitergereicht.
Berlin (SID) - Der scheidende DFB-Präsident Theo Zwanziger hat den Staffelstab zum großen Teil schon an seinen designierten Nachfolger Wolfgang Niersbach weitergereicht. "Es ist normal, dass ich mich am Ende meiner Amtszeit auf die wichtigen Termine konzentriere. Die administrativen und operativen habe ich längst ein Stück an Wolfgang Niersbach delegiert", sagte Zwanziger am Rande der Verleihung des Integrationspreises in Berlin: "Ich möchte auch keine Entscheidungen treffen, die im Mai, im Juni oder im September sichtbar werden."
Am 2. März wird der 66 Jahre alte Jurist an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes offiziell vom derzeitigen Generalsekretär Niersbach abgelöst. Zwei Tage vorher steigt in Bremen zwischen Deutschland und Frankreich das letzte Länderspiel der A-Nationalmannschaft seiner Amtszeit. "Darauf freue ich mich sehr", sagte Zwanziger: "Es gibt mir Gelegenheit, mich von Jogi Löw, seinem Trainerstab, von Oliver Bierhoff und besonders auch von den Spielern, die ich alle so sehr schätze, zu verabschieden und ihnen alles Gute zu wünschen für die Europameisterschaft."
In Zukunft werde er sich seinen Ämtern im Weltverband FIFA sowie der Europäischen Union UEFA widmen, der DFB-Kulturstiftung als Vorsitzender sowie seiner "eigenen ganz kleinen Stiftung für Mädchenfußball im Fußballverband Rheinland". Die zusätzliche Zeit fürs Privatleben will Zwanziger genießen. "Dann gilt es, sich mit vier Enkelkindern zu befassen, auf die ich sehr stolz bin und worauf ich mich ungemein freue", sagte er.
Den Integrationspreis vergab der DFB-Präsident gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an an den VfL Fontana Finthen aus Mainz (Kategorie Verein), der Grundschule Pastorenweg in Bremen (Schule) sowie die Deutsche Soccer Liga e.V. (Sonderpreis). Eine Jury unter Vorsitz von Zwanziger und mit Beteiligung der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Staatsministerin Maria Böhmer, hatte zuvor insgesamt vier Vereine und vier Schulen für den Integrationspreis nominiert.