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Ziele der U21 in Schieflage geraten

15.11.2009 | 14:26 Uhr

Für die U21 läuft derzeit nicht alles nach Plan. Nach dem schwachen 1:1 gegen Nordirland ist für das Team von Rainer Adrion die Qualifikation zur EM 2011 in weite Ferne gerückt.

Die Stimmung bei der deutschen U21 ist schwer gedrückt. Zu der alles überlagernden Trauer nach dem Selbstmord von Nationaltorhüter Robert Enke kommen auch noch sportlicher Frust und Verletzungspech. Durch das 1:1 (0:0) im Dauerregen von Belfast gegen die bis dahin punktlosen Nordiren hat der Europameister nur noch geringe Chancen auf das direkte Ticket für die Play-offs zur nächsten EM 2011 in Dänemark.

Und in dem bereits abgereisten Stürmer Julian Schieber (VfB Stuttgart/Knieprobleme) fehlt für das nächste Spiel am Dienstag in San Marino (20.30 Uhr/live im DSF) bereits der sechste Spieler aus dem ursprünglichen Aufgebot von Trainer Rainer Adrion.

"Ab jetzt müssen wir maximal punkten, sonst sind unsere Ziele gefährdet", sagte Kapitän Mats Hummels, den der Verlust der beiden Punkte in Belfast besonders ärgerte. Sein angebliches Foulspiel in der Nachspielzeit ermöglichte den Nordiren noch den Ausgleich, nachdem das lange umsonst anrennende DFB-Team erst in der 89. Minute durch das Tor des Nürnbergers Eric-Maxim Choupo-Moting belohnt worden war. "Das war kein Freistoß, weil ich zum Ball gegangen bin", sagte Hummels.

EM und Olympia in weite Ferne gerückt

Mit vier Punkten aus drei Spielen sind die Teilnahmen an der EM in Dänemark und damit auch den Olympischen Spielen 2012 in London derzeit in weiter Ferne. Denn für den Gruppensieg müsste das Adrion-Team nicht nur das Rückspiel in Tschechien (zwölf Punkte aus vier Spielen) und beide Partien gegen Island (zwölf aus fünf) gewinnen, sondern auch noch auf einen zusätzlichen Ausrutscher der Tschechen hoffen.

Da sich auch die vier besten der zehn Gruppenzweiten qualifizieren, bleibt eine Hoffnung: Bei vier Siegen und einem Unentschieden aus den letzten fünf Spielen hätte der Titelverteidiger 17 Punkte auf dem Konto. Vor der EM 2009 reichten 16 zum Sprung in die Ausscheidungsspiele.

"Wir kämpfen weiter um unsere Chance auf das Erreichen der Play-offs", sagte Adrion, stellte aber klar: "Nun gilt es, in den kommenden Spielen die optimale Ausbeute zu holen. Punktverluste dürfen jetzt nicht mehr infrage kommen."

An den Gruppensieg denkt aber niemand mehr. "Wir haben immer noch die Chance, uns als einer der besten Gruppenzweiten für die Play-offs zu qualifizieren", sagte Außenverteidiger Marcel Schmelzer und hofft, dass sein Team gegen San Marino zumindest etwas für die Tordifferenz tut. Das Hinspiel in Aachen gewann das DFB-Team 6:0. Schieber, der damals als Debütant zwei Tore erzielte, fehlt aber diesmal. Für ihn rückte der Leverkusener Richard Sukuta-Pasu nach.

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