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Zehntausende Menschen reisen zu Enkes Trauerfeier

15.11.2009 | 11:00 Uhr

Um am Tod von Nationaltorwart und Hannover-96-Profi Robert Enke Anteil zu nehmen, strömten bereits am frühen Sonntagmorgen zehntausende Menschen zum Stadion in Hannover.

Mehrere Zehntausend Menschen sind ab dem frühen Sonntagmorgen in Hannover zur Trauerfeier für Nationaltorwart Robert Enke, der am vergangenen Dienstag Selbstmord begangen hatte, gepilgert. Vor dem Stadion des Bundesligisten Hannover 96 bildeten sich schon weit vor Veranstaltungsbeginn (11 Uhr) lange Schlangen an den Einlasstoren. Die Polizei hatte den Bereich um die Arena weiträumig abgesperrt.

Ab 8.30 Uhr konnten die Trauergäste die vorgesehenen 45.000 Plätze im Stadion besetzen. Zusätzlich waren außerhalb der AWD-Arena zwei Großleinwände für die Übertragung der Veranstaltung mit Gottesdienst und Trauerreden aufgebaut. Rund um das Stadion herrschte andächtige Stille.

Bilder von Enke in der ganzen Innenstadt

In vielen Gaststätten in Hannovers Innenstadt deuteten zudem Bilder von Enke und Fan-Devotionalien von Hannover 96 auf den traurigen Anlass hin. Aus Lautsprechern waren an unterschiedlichen Orten Lieder wie "Candle in the wind" (Elton John), "Time to say goodbye" (Andrea Bocelli) und "Abschiednehmen" (Xavier Naidoo) zu hören. Vor der Geschäftstelle der 96er brannten wie schon in den vergangenen Tagen Hunderte von Kerzen im Gedenken an den Verstorbenen.

Enke hatte sich am Dienstag nach jahrelangen Depressionen das Leben genommen. Nahe seines Heimatortes Empede nahe Hannover hatte er sich vor einen Zug geworfen. Auf dem Empeder Friedhof, wo seit 2006 sein verstorbenes Töchterchen begraben liegt, soll der Torwart am Sonntagnachmittag im engsten Familienkreis bestattet werden.

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