Wolfsburg ist nach 2:2 in Neapel raus aus der Europa League

Neapels Raul Albiol gegen den Wolfsburger Nicklas Bendtner.
Neapels Raul Albiol gegen den Wolfsburger Nicklas Bendtner.
Foto: dpa
Der VfL Wolfsburg zeigte sich zwar im Vergleich mit dem Hinspiel stark verbessert, konnte gegen den SSC Neapel an der 1:4-Hypothek aber nicht mehr rütteln.

Neapel..  Nicht noch einmal blamiert, aber klar gescheitert: Der VfL Wolfsburg ist in der Europa League nach einem 2:2 (0:0) beim SSC Neapel im Viertelfinale ausgeschieden. Nach dem 1:4-Hinspiel-Debakel vor einer Woche war der Fußball-Bundesligist am Donnerstag im baufälligen Stadio San Paolo insgesamt ohne Chance auf das Weiterkommen. Für die konterstarken Neapolitaner machten Jose Callejón (50.) und Dries Mertens (65.) mit der 2:0-Führung den Halbfinal-Einzug klar. Timm Klose (71.) und Ivan Perisic (73.) glichen immerhin noch für den VfL aus, auf den mit dem Bundesliga-Spitzenspiel in Mönchengladbach und dem DFB-Pokal-Halbfinale in Bielefeld weitere wichtige Aufgaben zukommen.

Die Wolfsburger zeigten auch ohne die leicht verletzten Kevin De Bruyne, André Schürrle und Vieirinha eine bessere Partie als vor einer Woche, als sie im heimischen Stadion geradezu vorgeführt wurden. Die Gäste bestimmten das Spiel von Beginn an. "Hauptziel ist erstmal, einen besseren Eindruck zu machen. Mal schauen, welche Dynamik das aufnimmt", erklärte Trainer Dieter Hecking kurz vor dem Anpfiff im TV-Sender Sky. Seine Schützlinge hätten schon nach knapp einer Minute führen können, doch Perisic scheiterte mit einer Direktabnahme an Neapels Schlussmann Mariano Mandujar.

Neapel mit gemächlichem Beginn

Der Vierte der italienischen Serie A ließ es allerdings deutlich ruhiger angehen als in Wolfsburg. Der SSC Neapel attackierte nicht so früh und schien sich ein bisschen schonen zu wollen. Erst eine Minute vor der Pause tauchten die Gastgeber erstmals gefährlich vor dem Tor von Diego Benaglio auf: Der Argentinier Gonzalo Higuaín setzte seinen Volleyschuss neben den Kasten.

Im VfL-Sturmzentrum mühte sich Nicklas Bendtner, den Trainer Hecking überraschend in die Startelf beordert hatte. Der eigenwillige Däne hatte zuletzt eine Geldstrafe zahlen müssen, weil er am Samstag zu spät zum Abschlusstraining für das Schalke-Spiel gekommen war. In Neapel erhielt er trotzdem eine Chance für den zuletzt nicht mehr ins Tor treffenden Mittelstürmer Bas Dost, der später eingewechselt wurde.

Kurz vor der Halbzeit scheiterte Bendtner mit einem Flachschuss an Mandujar. Der argentinische Tormann der Italiener war in der ersten Hälfte der beste SSC-Spieler. Der Abschluss war das einzige Manko des Bundesliga-Zweiten. "Das, was wir verlangt haben, hat die Mannschaft umgesetzt", sagte Allofs zur Pause. "Sehr gut, wenn das Hinspiel nicht wäre."

Endgültiger K.o. kurz nach der Pause

Der positive Eindruck war kurz nach Wiederanpfiff dahin. Neapel bemühte sich nun mehr und kam schnell zum Erfolg, als Ricardo Rodriguez einen Schuss von Callejón unhaltbar abfälschte. Benaglio verhinderte nur eine Minute später den zweiten Treffer des Spaniers. Der Schweizer war aber machtlos, als der Belgier Mertens im zweiten Versuch zum 2:0 abstaubte.

Immerhin zeigte Heckings Mannschaft Moral und kam durch die Kopfballtore von Klose und Perisic sogar noch zum nicht unbedingt erwarteten Ausgleich. Vor dem 2:2 stand Flankengeber Josuha Guilavogui allerdings im Abseits. Naldo hätte mit einem Fernschuss sogar fast noch zum Sieg getroffen (78.). (dpa)

Gomez mit Florenz im Europa-League-Halbfinale - Auch Sevilla weiter

Ex-Nationalspieler Mario Gomez steht mit dem AC Florenz im Halbfinale der Europa League. Gomez traf in der 43. Minute zum 1:0 beim Rückspiel in Florenz gegen Dynamo Kiew. Für die Entscheidung zugunsten der Italiener sorgte Juan Vargas in der dritten Minute der Nachspielzeit mit dem 2:0 (1:0). Das Hinspiel in Kiew war 1:1 ausgegangen. Gomez drückte eine Flanke von Joaquín mit dem Knie zur Führung über die Linie. Florenz hatte mehr vom Spiel und kam verdient gegen das Team aus der Ukraine weiter.

Auch Titelverteidiger FC Sevilla zog in die Vorschlussrunde ein. Bei Zenit St. Petersburg reichte das 2:2 (0:1). Das Hinspiel in Sevilla hatten die die Spanier 2:1 gewonnen. Carlos Bacca hatte Sevilla in der 6. Minute per Elfmeter in Führung gebracht. Dann schlugen die Petersburger zurück: José Salomon Rondon traf in 48. Minute zum 1:1. Hulk erhöhte in der 72. Minute auf 2:1 für das russische Team. Den Weg ins Halbfinale ebnete für Sevilla schließlich Kevin Gameiro in der 85. Minute. Sevilla hatte zuvor Borussia Mönchengladbach aus dem Wettbewerb geschossen.

Im Spiel der zweiten ukrainischen Mannschaft setzte sich Dnjepr Dnjepropetrowsk gegen den FC Brügge mit 1:0 (0:0) durch. Für die späte Entscheidung sorgte Yevhen Shakhov, der in der 82. Minute für die Ukrainer traf. Das Hinspiel in Belgien war 0:0 ausgegangen. (dpa)

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