WM-Prämie ist für Löws Spieler nur ein Zubrot

Bundestrainer Joachim Löw.
Bundestrainer Joachim Löw.
Foto: Thomas Eisenhuth / dpa
Was wir bereits wissen
Der DFB zahlt jedem Nationalspieler 300 000 Euro, wenn die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw 2014 bei der Weltmeisterschaft in Brasilien den Titel holt. Das ist für keinen der Spieler eine nennenswerte Summe. Ein Kommentar.

Essen.. Für die Helden von Bern gab es 1954 zum Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft umgerechnet 2500 Mark Prämie, dazu einen Fernseher. Für den WM-Triumph 1974 erhielten Franz Beckenbauer und Kollegen pro Nase 70 000 Mark und ein Auto. Sage niemand, der DFB sei humorlos: es waren VW Käfer. 1990? Gab’s umgerechnet 64 100 Euro pro Nase. Für 2014 ist der DFB bei 300 000 Euro pro Spieler angelangt. Wenn es denn mit dem Titel klappen sollte.

300 000. Zu viel für sechs Wochen Fußball? Weil man doch mit einem Brutto-Durchschnittsgehalt für diese Summe in Deutschland sieben Jahre lang arbeiten muss? Oder viel zu wenig für einen Gewinn, der vielen Menschen etwas geben würde, das man mit Geld nicht kaufen kann? Klar ist: Für jeden Spieler, den Joachim Löw mitnehmen wird, wären 300 000 Euro nicht mehr als ein nettes Extra. Eine Anerkennung. Aber kein Anreiz. Wegen des Geldes will keiner Weltmeister werden.

Am Ende summiert sich das nette Extra für Spieler, Trainer, Manager und Co. wohl auf acht bis zehn Millionen. Ob noch jemand auf die Idee kommt, mit dem Geld etwas anderes zu tun, als es in Taschen zu lassen, in denen es nicht wirklich gebraucht wird? Nein? War auch nur so ein Gedanke.