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"Wir haben uns gewehrt, das war entscheidend"

08.05.2008 | 20:41 Uhr
"Wir haben uns gewehrt, das war entscheidend"

Fortunas Rückfahrt nach dem erkämpften 2:1-Sieg in Emden glich einem kleinen Triumphzug. Trainer Maier fordert durch einen Erfolg am Samstag gegen Schlusslicht Wolfsburg II den dritten Dreier in neun Tagen.

Die Rückfahrt glich einem kleinen Triumphzug. Hupende Autos und winkende Fans überholten auf der A 31 Fortunas Mannschaftsbus. Drinnen im großen Luxusgefährt herrschte nach zwei Rückfahrten aus Lübeck und Ahlen voller Kicker-Frust endlich mal wieder Sieger-Lust. Nach dem 2:1-Erfolg vom Mittwochabend in Emden gab's rot-weiße Freude überall.

Locker und gelöst wie seine Spieler wirkte auch Trainer Norbert Meier: „Wir haben uns gewehrt, das war entscheidend.” Erstmals in dieser Saison verließen die Fortunen nach einem 0:1-Rückstand als Sieger den Platz, weil sie sich den Sieg erkämpften.

„Jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Woche am morgigen Samstag krönen und vergolden”, erwartet Meier, dass nach dem 4:0 vom vergangenen Freitag gegen Dortmund II und dem 2:1 am Mittwoch in Emden nun gegen Schlusslicht Wolfsburg II der dritte „Dreier” innerhalb von neun Tagen gefeiert werden kann. Denn damit bliebe Rot-Weiß weiter im Aufstiegsrennen, muss aufgrund der Punkte-Rückstände auf Ahlen (4 - gegen Emden) und Oberhausen (2 - gegen Braunschweig) allerdings auf Ausrutscher der Spitzenteams hoffen.

Gelassener kann der Blick nach unten gehen. Fortuna hat jetzt acht Punkte Vorsprung auf den ersten Nicht-Qualifikationsplatz für die künftige eingleisige Liga 3. Ein durchaus komfortables Polster vor den letzten vier Saisonpartien.

Und vielleicht auch beruhigend für das Nervenkostüm mancher Spieler. Beispielsweise für Olivier Caillas, der in Emden von Anfang sich mit ständigem Meckern mit Schiedsrichter, Gegenspielern und Fans anlegte. Beispielsweise auch für Jens Langeneke, der zwei bemerkenswerte Szenen hatte. In der 54. Minute schubste er im Getümmel im Fortuna-Strafraum einen Emdener zu Boden. Schiri Tobias Christ aus Kaiserslautern, der zum Buhmann für die Emdener wurde, ließ alle Karten stecken. Dabei hätte der gelbe Karton, weils der fünfte in dieser Saison gewesen wäre, bereits genügt, um Langeneke fürs Spiel gegen Wolfsburg zu sperren. In Minute 87 blieb der Abwehrroutinier verletzt auf dem Rasen liegen, der Schiedsrichter winkte den Physiotherapeuten zur Behandlung herbei. Doch als Sven Michel vor Langeneke in die Knie ging, stieß dieser ihn mit beiden Händen weg und um, wollte nicht behandelt werden um direkt weiter spielen zu können. Auch da drückte Christ beide Augen zu.

„Es genügt, dass Fabian Hergesell aufgrund der fünften gelben Karte fürs Spiel gegen Wolfsburg gesperrt ist. Ein Ausfall auch noch von Langeneke wäre doppelt bitter gewesen”, meinte Trainer Meier.

Neuer Hoffnungsschimmer: Eventuell ist Olivier de Cock nach seinem Innenmeniskuseinriss wieder so fit, dass er am Samstag zumindest auf der (Ersatz-)Bank sitzen kann.

Wolfgang Bappert

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