VfL Schwerte verlängert mit Olaf Muschal
26.01.2010 | 18:55 Uhr 2010-01-26T18:55:00+0100Schwerte. Noch keiner weiß, wohin der Weg den abstiegsbedrohten VfL Schwerte in der Fußball-Westfalenliga führen wird. Gleichwohl planen die Blau-Weißen bereits die Zukunft - und die will der Verein weiterhin mit Olaf Muschal als Trainer bestreiten.
Am Dienstag gab Präsident Udo Wilkes die Vertragsverlängerung mit dem Trainer bekannt. „Wir sind mit seiner Arbeit zufrieden”, versichert Wilkes und betont zugleich: „Die Zusammenarbeit gilt auch im Falle eines Abstiegs.” Neben Muschal wird weiter Jörg „Shorty” Klang als Assistent an der Seitenlinie stehen.
„Das Vertrauen ehrt uns”, freut sich Muschal über die Rückendeckung der Führungsetage, was angesichts der prekären Lage aus seiner Sicht keineswegs selbstverständlich ist. Deshalb habe er zuvor dem Vorstand auch klar und deutlich gesagt, dass er keine Probleme damit habe, wenn der Verein meint, jemand anderen für die Rückrunde nehmen zu müssen.
Die Faust das ein oder andere Mal in der Tasche gelassen
Doch daran haben die Verantwortlichen keinerlei Gedanken verschwendet, genauso wenig hat der 44-jährige Verwaltungsfachangestellte einen Rücktritt in Erwägung gezogen und stattdessen lieber „das ein oder andere Mal die Faust in der Tasche gelassen”, um einigermaßen vernünftig in die Winterpause zu kommen. „Wer mich kennt, der weiß, wenn ich was anfange, dann bringe ich es auch zu Ende.” Ihm sei schließlich schon bei der Amtsübernahme im August die Schwere der Aufgabe bewusst gewesen. Ebenso seinem Co-Trainer „Shorty” Klang. „Der ist wahrscheinlich noch einen Tick verrückter als ich und hat mir immer wieder gesagt, wir schaffen das.”
Seine Zusage hat Olaf Muschal auch davon abhängig gemacht, dass auch Kiki Kneuper seine Tätigkeit als sportlicher Koordinator fortführt: „Für mich war es wichtig, in dieser Konstellation weiterzumachen und Kneuper seine Erfahrung und Kompetenz einbringt”.
„Meine Position soll man nicht überbewerten”, erklärt „Kiki” Kneuper: „Ich arbeite zu, mehr nicht.”
Kneuper ist erfreut über die Vertragsverlängerung mit dem Trainer, denn für ihn hat Muschal gute Arbeit geleistet. „Nach der Vorbereitung hat man gesagt, dass diese Mannschaft in der Westfalenliga nicht wettbewerbsfähig ist. Muschal hat bewiesen, dass sie es doch ist.”
Die weiteren personellen Planungen erfolgen trotzdem zweigleisig. „In unserer Situation darf man nicht blauäugig sein”, kann Muschal einen möglichen Abstieg bei der Kaderzusammenstellung für die neue Saison nicht ausschließen.
Jedenfalls ließ sich das Trainergespann auch durch die atmosphärischen Störungen innerhalb der Mannschaft nicht beirren und kehrte mit eisernem Besen, wurden David Flamme und Dennis Tost suspendiert. „Im Fußball ist es so. Es gibt schöne Tage, es sind auch schwierige dabei. Die muss man lösen und sich dann auch mal von dem einen oder anderen Spielern trennen.”
Nach der wichtigen Weichenstellung für die kommende Saison zählt für den Coach aber ab sofort wieder nur das Hier und Jetzt. Und da hat er nur ein Ziel vor Augen: „Wir wollen die Klasse halten.” Und er ist zuversichtlich, dass dies auch klappt. „Die Mannschaft kennt diese Situation aus dem Vorjahr, und weiß, was auf sie zukommt.”
Durch die 1:2-Niederlage von Teutonia Waltrop am vergangenen Wochenende im Nachholspiel gegen den DSC Wanne-Eickel hat sich die Ausgangslage für die Schwerter vor dem Rückrundenstart am kommenden Wochenende bei Borussia Dröschede sogar verbessert, das rettende Ufer ist nur noch zwei Punkte entfernt. Angesichts der Witterungsbedingen ist die Austragung der Partie noch fraglich.
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