Kommentar

Warum Uli Hoeneß laut triumphiert

Wenn die Bayern gewinnen, ist Uli Hoeneß zufrieden. Aber nur dann.   Foto: dpa
Wenn die Bayern gewinnen, ist Uli Hoeneß zufrieden. Aber nur dann. Foto: dpa
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Der Präsident des FC Bayern hat den 1:0-Erfolg seines Teams im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund ausgiebig genossen. Er hat die „Vormachtstellung“ betont, und allein dadurch wurde ein Unterschied im Stil deutlich. Ein Kommentar

München.. Borussia Dortmund wurde am Ende der vergangenen beiden Spielzeiten jeweils die Meisterschale überreicht. Im Jahr 2012 hat der BVB darüber hinaus auch noch den nationalen Pokal gewonnen, und zwar mit einem finalen 5:2-Sieg über den FC Bayern München. Das Wort „Vormachtstellung“ ist aber trotz dieser Faktenlage nicht gefallen. Eine Klärung der „deutschen Verhältnisse“ sah ebenfalls niemand herbeigeführt. Im Gegenteil: Die Borussen betonten die herausragende Rolle des titelreichsten und finanzstärksten Klubs, des FCB. Sogar der ansonsten wenig fußballaffine Begriff „Demut“ hielt Einzug in das Vokabular der Westfalen.

Natürlich kann man nun behaupten: Dabei handelte es sich um Taktik, das bajuwarische Imperium sollte nicht auch noch außerhalb der Kampfstätten provoziert werden. Doch die Unterschiede im Stil, sie sind durch die Aussagen von Uli Hoeneß nach dem Erfolg im Cup-Viertelfinale schon sehr deutlich geworden. Und diese Unterschiede im Stil, sie werfen doch zumindest die Frage auf: Wie tickt eigentlich jemand, der nur von oben herab leidensfrei seine etwas bedrohlicheren Konkurrenten betrachten kann?

Nun, eine Antwort könnte sein: Er ist von Sorgen zerfressen. Darüber ließe sich auch das (immer noch nur wahrscheinliche) Herumfingern der Bayern an Dortmunds Topstürmer Robert Lewandowski erklären.

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