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Pyrotechnik

Warum Experten vor „Bengalos“ warnen

16.05.2012 | 23:53 Uhr
Fans von Hertha BSC Berlin während des Relegationsspiels in Düsseldorf.Foto: Sascha Schuermann/dapd

Düsseldorf.  Die Vorfälle beim Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC Berlin heizen die Debatte über Pyrotechnik in Fußballstadien an. DerWesten sagt, warum die Bundesanstalt für Materialforschung ausnahmsloses Stadionverbot für Pyrotechnik fordert.

Fortuna gegen Hertha – das Spiel heizt die Debatte über Pyrotechnik in Stadien an: Bengalische Feuer brennen in den Fanblöcken , später fliegen rote Fackeln auf den Rasen, während der sich mit Menschen füllt. Der Düsseldorfer Kapitän Lothar Lambertz gar steht nach Spielende mit einem „Bengalo“ auf dem Platz. Nun ermittelt der DFB. Die Vorfälle müssen Folgen haben, sagen Experten und Polizei.

Kommentar
Der Fußball steht den Chaoten hilflos gegenüber

Das Warnsignal nach den Vorkommnissen beim Relegationsspiel zwischen Düsseldorf und Hertha sagt: Nicht nur Chaoten glauben inzwischen, im Stadion machen zu können, was sie wollen. In England hat man die Stehplätze abgeschafft, den Rest besorgen horrende Eintrittspreise. Ein Kommentar.

Ausnahmsloses Stadionverbot für Pyrotechnik, fordert die Bundesanstalt für Materialforschung. Sie erstellt Gutachten, etwa bei Silvesterunfällen. Die Experten argumentieren, dass ein kontrolliertes Abbrennen von Bengalischen Feuern in Zuschauerrängen quasi unmöglich sei. Die Fans hätten keine Chance, dem Rauch auszuweichen, das Einatmen zu verhindern.

Fackeln sind 1000 Grad heiß

Die größte Gefahr: Die Fackeln sind mit einer Flammentemperatur von etwa 1000 Grad extrem heiß und nur schwer zu löschen. Das Risiko von Verbrennungen oder einer durch Pyrotechnik ausgelösten Panik sei ein Argument dafür, den Einsatz zu verbieten. Zu kontrollieren seien die Artikel ohnehin kaum: Pyrotechnik wird meist im Internet verkauft, eine eingehende Prüfung der Chemikalien ist somit unmöglich, sagen Sachverständige.

Chaos im Spiel der Fortuna

Jürgen Polzin



Kommentare
18.05.2012
11:15
Warum Experten vor „Bengalos“ warnen
von DaDU | #2

Eine Geldstrafe von 1000€, gepaart mit Überwachungskameras auf den Tribünen. In drei Monaten wäre das Problem gelöst!

17.05.2012
06:17
klappt nicht !
von KFR001 | #1

solange Vereine zwar den Reibach einstecken, nicht für Sicherheit und Haftung herangezogen werden, sogar noch aus öffentlichen Mitteln illegal querfinaziert werden ( Polizei-Einsätze, Verkehrslenkung, Zufahrten etc ) HALLO Herr Friedrich ! solange wird sich gar nix tuin

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