Warum Experten vor „Bengalos“ warnen

Fans von Hertha BSC Berlin während des Relegationsspiels in Düsseldorf.
Fans von Hertha BSC Berlin während des Relegationsspiels in Düsseldorf.
Foto: Sascha Schuermann/dapd
Was wir bereits wissen
Die Vorfälle beim Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC Berlin heizen die Debatte über Pyrotechnik in Fußballstadien an. DerWesten sagt, warum die Bundesanstalt für Materialforschung ausnahmsloses Stadionverbot für Pyrotechnik fordert.

Düsseldorf.. Fortuna gegen Hertha – das Spiel heizt die Debatte über Pyrotechnik in Stadien an: Bengalische Feuer brennen in den Fanblöcken, später fliegen rote Fackeln auf den Rasen, während der sich mit Menschen füllt. Der Düsseldorfer Kapitän Lothar Lambertz gar steht nach Spielende mit einem „Bengalo“ auf dem Platz. Nun ermittelt der DFB. Die Vorfälle müssen Folgen haben, sagen Experten und Polizei.

Kommentar Ausnahmsloses Stadionverbot für Pyrotechnik, fordert die Bundesanstalt für Materialforschung. Sie erstellt Gutachten, etwa bei Silvesterunfällen. Die Experten argumentieren, dass ein kontrolliertes Abbrennen von Bengalischen Feuern in Zuschauerrängen quasi unmöglich sei. Die Fans hätten keine Chance, dem Rauch auszuweichen, das Einatmen zu verhindern.

Fackeln sind 1000 Grad heiß

Die größte Gefahr: Die Fackeln sind mit einer Flammentemperatur von etwa 1000 Grad extrem heiß und nur schwer zu löschen. Das Risiko von Verbrennungen oder einer durch Pyrotechnik ausgelösten Panik sei ein Argument dafür, den Einsatz zu verbieten. Zu kontrollieren seien die Artikel ohnehin kaum: Pyrotechnik wird meist im Internet verkauft, eine eingehende Prüfung der Chemikalien ist somit unmöglich, sagen Sachverständige.