Zu viele Baustellen beim VfL
29.08.2010 | 21:47 Uhr 2010-08-29T21:47:00+0200
0:1 in Aue, das war erneut ein herber Rückschlag für den VfL. Weil die Zuordnung nicht stimmt, der Torwart patzt, der letzte Wille fehlt - und eine Idee aus dem Mittelfeld heraus.
Rico Schmitt genoss den Triumph. Stolz war er auf seine Aufsteiger, richtig stolz auf diesen Sieg des Kleinstadt-Klubs gegen den Erstliga-Absteiger. Ungefragt ergriff der Trainer des FC Erzgebirge Aue das Wort. Es ging um das 1:0, das letztlich entscheidende Tor. „Wir wussten, dass Bochum uns beobachtet hat im Pokal gegen Gladbach“, führte der 41-Jährige aus. Da sicherte Kevin Schlitte, der Torschütze, bei Eckbällen noch an der Mittellinie ab, erläuterte der Trainer-Fuchs. Diesmal aber schickte der Schmitt den Schlitte mitten rein in den Sechzehner.
Wie genial!?
Vielleicht, so schien es, hätte Schmitt noch stundenlang weiter erzählt von seinem großen Bluff, wenn nicht Friedhelm Funkel eingegriffen hätte; höflich, aber bestimmt. „Da muss ich widersprechen“, sagte der VfL-Trainer. „Den Schlitte hatten wir auf dem Zettel.“
Schmitt schwieg.
Eine Szene auf der Pressekonferenz im kleinen Kaffeetafel-Raum der Auer, die letztlich alles aussagte. Schmitt, der sein erstes Heimspiel als Zweitliga-Trainer genoss, ist normalerweise sicherlich kein Angeber. Seine Einlassung offenbarte - neben diebischer Freude über den Überraschungs-Erfolg - vielmehr eine gewisse Naivität; als ob sich der VfL auf die Erkenntnisse eines einzigen Spiels verlässt! Das mag so sein in Liga drei; da, wo Aue herkam.
Das ist nicht so in Liga eins; da, wo der VfL herkam. Und wo er wieder hin will.
Was nicht klappt, wenn die Bochumer mit all ihrer (Erstliga-)Routine es nicht schaffen, solche „schmutzigen Spiele“ für sich zu entscheiden. Oder wenigstens ein 0:0 mitzunehmen, wenn es schon nicht recht laufen will - im Abschluss vor der Pause, im gesamten Spiel nach dem Wechsel.
Denn auch das sagte das kleine Wortgeplänkel ja aus: Funkel hatte eine Zuordnung vorgenommen für Schlitte, nach Ecken wie dieser von Curri, nach Standards. Nur: Es war keiner bei ihm! Weil auch Torwart Philipp Heerwagen weiterhin ein Unsicherheitsfaktor in einer ohnehin noch nicht gefestigten Mannschaft ist und in seinem Fünfmeter-Raum Schlitte gewähren ließ, war es um „die Null“, die doch endlich mal wieder hinten stehen sollte, geschehen - und letztlich die Partie verloren. Völlig „überflüssig“, wie man hinterher von den Spielern immer wieder hörte, von Björn Kopplin etwa oder Christoph Dabrowski.
Mag sein, weil Bochum gefühlt ständig den Ball hatte und weil Aue eben nicht weniger, aber auch nicht mehr zu bieten hat als Kampf, als Verteidigen. Die Veilchen kamen zu keiner großen Chance mehr, nicht mal zu einer weiteren Ecke, Bochum hatte zwölf. Und Chancen zum Ausgleich - vor dem Halbzeitpfiff.
Nach dem Wechsel aber fiel dem Favoriten nichts mehr ein, da wird Feldüberlegenheit zur Makulatur. Es fehlte die Entschlossenheit, der letzte Wille, ein Tor zu erzwingen. Es fehlte eine Idee.
Von Federico war nicht mehr viel zu sehen, Toski blieb immer wieder hängen, das Aufbauspiel aus dem Zentrum heraus bleibt eine Baustelle, für die bisher weder Dabrowski noch Maric das passende Werkzeug mitbringen. Auch von den Außenverteidigern Kopplin und Grote, der hinten abermals große Probleme hatte, muss man gegen einen derart harmlosen Gegner mehr Offensivaktionen über die Flügel erwarten. Und die Stürmer Chong Tese und Mahir Saglik waren erst nicht effektiv und am Ende kaum noch im Spiel.
„Es ist noch nicht nötig, in Panik zu verfallen“, sagte Saglik hinterher und hat damit zweifellos Recht nach einem Sieg und einer Niederlage. Nötig aber ist nun zumindest ein (Teil-)Erfolg gegen den zweimal siegreichen Aufstiegs-Mitfavoriten FC Augsburg in knapp zwei Wochen, um den Anschluss nach oben nicht erstmal zu verlieren.
DER KADER STEHT WOHL
Am morgigen Dienstag endet die Transferperiode dieses Wechsel-Sommers, und sollte nichts Überraschendes mehr passieren, dann dürfte sich der mit 28 Profis quantitativ gut bestückte Kader des VfL bis zum Winter nicht mehr ändern. Was auch daran liegt, dass es keine ernsthaften Angebote für Spieler wie Dedic, Concha, Johansson, Azaouagh oder auch Yahia gab und gibt - und somit kein Geld für weitere Zukäufe.

16:03
Mich ärgert das auch extrem wenn man die jetzt sieht und die blühen da richtig auf.
16:00
Hallo Tagina ich kann dir dazu was sagen.
Also Ivo Ilicevic kam unter Koller nicht wirklich zum Zug dann hat man den guten so ca. 2 Jahre an Greuther Fürth ausgeliehen und da hat er einfach gemerkt das er bei uns nicht gesetzt sein wird.Danke Herr Koller kann man nur sagen.
Und das geiche gilt für einen Schmitz und Gündogan die haben gleich gemerkt bei Koller kommt kein junger zum Zug.Das heisst also man hat jetzt immernoch Altlasten aus der Koller Zeit.Sei es bei der Stammelf da kriegt man Spieler nicht so schnell los wie man sie bekommen hat und dann hat er noch gute Spieler vergrault.Achja was ich noch vergessen hab er hat die Ballkünstler im Training schön verwöhnt.Und leider wird die Arbeit von 2010 etwas später fruchten siehe Mirkan Aydin, Kevin Vogt ,Philip Semlits ,Michael Esser, Oguzhan Kefkir, Marc Rzatkowski.Das ist die Zukunft.
15:35
#20 Zu Misimovic: Man konnte auch in Bochum schon sehen, daß er ein guter Fußballer ist. Allerdings war seine Laufbereitschaft unter aller Sau. Das hat sich erst unter Magath geändert, der ihn zunächst 5 kg abspecken ließ. Warum hat man das in Bochum nicht erkannt?
Zu Holtby: Er wurde in Bochum als Heilsbringer erwartet und hat sich aber nie richtig entfalten können. Ihm muß man zugute halten, daß er in eine charakterlose Truppe kam.
Aber die anderen: Ilicevic, Gündogan, Schmitz, Moritz, Matip. Alle haben inzwischen bewiesen, daß sie in der 1. Liga spielen können. Warum kann man solche Leute, die ja auch keine riesige Ablöse gebracht haben, nicht halten können?
Hier müssen sich doch die Verantwortlichen (Trainerteam und Management) Kritik gefallen lassen.
15:08
@18
Ganz einfach. Weder Verein, noch Umfeld (Wir) sind bereit diesen Spielern die nötige Unterstützung zu geben, damit sie sich in Ruhe entwicklen können. Wie wurden diese Spieler denn behandelt. Wie oft wurde ein Misimovic denn ausgepfiffen? Obwohl er schon in Bochum viele Tore vorbereitet bzw. selbst geschossen hat.
Und was war letzte Saison mit Holtby. Leistungsschwankungen wurden hier doch auch nicht wirklich akzeptiert.
Also nicht immer nur auf den Verein schaun, auch mal in den Spiegel!
15:00
@17 .........Deutschland AG
Kopplin ha´t rechts gespielt, somit hakt der Vergleich mit Bönig gewaltig!
Denn links hat das MEGAÜBERSUPERTALENT Grothe sein bestes gegeben (was höchstens für die RL reicht). Also wenn jemand chnellstens aus der Mannschaft entfernt werden muss, dann er!!
17:56
Mal eine Frage an die Experten hier: Kann mir jemand sagen, warum Leute wie Zwetschge, Ilicevic, Holtby, Gündogan usw. in Bochum nicht klar gekommen sind und bei anderen Vereinen ständig Bestnoten erhalten? Überlegt mal, was Misimovic für eine Saison in Wolfsburg gespielt hat, hier hieß er nur Millowitsch. Über die Jungspunde, die nach Schalke gegangen sind, möchte ich gar nicht erst reden. Da läuft doch irgend etwas aus dem Ruder.
17:32
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@14: Bönig als Kapitän? Der ist ein grandioser Kämpfer, aber technisch limitiert, hat zuletzt (wegen Verletzungen) kaum gespielt und wird von Kopplin locker in den Hintergrund gedrängt...
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17:31
Achtung Jungs hier mal was zum lachen über unsere Nachbarn!
http://www.bild.de/BILD/sport/knops-kultliga/08/30/matze-knop-als-felix-magath-video/ich-bin-der-zwegat-von-schulden-04.html
16:22
Die größte Baustelle ist Thomas Ernst.
Verschleuderte mindestens 2 gute Neuzugänge durch sein Trainerentlassungskonzept (Trainer, Co- und Torwartrainer, der jetzt sogar noch verlängert hat)
Und jetzt hat er kein Geld mehr für weitere Neuzugänge, da er Bochums Tafelsilber Preisgünstig für kleines Geld verliehen hat.
Ernst, bitte sofort zurücktreten !!!
15:56
Wer hat Dabro überhaupt zum Kapitän gemacht?!
Wenn das der Trainer war, dann versteh ichs nicht.
Bönig ist der einzig wahre Kapitän!!