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„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben

22.07.2010 | 21:12 Uhr
„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben
Viele VfL-Fans wollen, dass ihre Stimme gehört wird. Foto: Jakob Studnar - fotopool

Einen „Neuanfang“ in Bochum fordern die vier Gründer der Initiative „Wir sind VfL“, Sebastian Ernste, Ralf Koyro, Benjamin Mikfeld und Andreas Wiemers, und luden am 20. Juli zur ersten inoffiziellen Fankonferenz ins „riff“ Bochum ein.

Vor rund 100 VfL-Anhängern, darunter auch Prominente wie Frank Goosen oder Uwe Fellensiek, wurde kritisiert und diskutiert. Im Visier der Organisatoren: das Fundament des Vereins, die Satzung.

Die dort bestimmte Vereinsstruktur müsse „demokratisiert“ und für die Fans „geöffnet“ werden, hieß es. Im Klartext: Die Mitglieder des Aufsichtrats sollen künftig direkt von den Vereinsmitgliedern sowohl gewählt, als auch abgewählt werden können, ohne wie bisher auf die Vorschläge anderer Organe angewiesen zu sein. So könnten VfL-Mitglieder auch mehr Einfluss auf den vom Aufsichtsrat angestellten Vorstand nehmen, der im Laufe der letzten Spielzeit zunehmend unter Kritik geraten war.

Es geht also um mehr Mitsprache der Fans. Doch, um diese auch in der Satzung des Vereins juristisch zu verankern, bedarf es einer Dreiviertelmehrheit der eingetragenen Vereinsmitglieder, die es bis zur nächsten Mitgliederversammlung (voraussichtlich im Oktober dieses Jahres) zu organisieren gilt.

Ob sich ein solcher Schulterschluss unter den Fans realisieren lässt, ist jedoch fraglich. Denn den Organisatoren der Konferenz ist es nicht gelungen, das vorab gesetzte Ziel „am Ende mit gemeinsamen Forderungen aus der Veranstaltung herauszugehen“ zu erreichen. Zu viel Kritik sowie die bisher nur passive Unterstützung vieler Fanclubs stehen der Konsensbildung im Wege.

Bis die Initiative „Wir sind VfL“ ihren Namen nicht nur rechtfertigen, sondern auch geltend machen kann, muss also noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Dies gilt vor allem für dienjenigen, die eine auf Artikel und Paragraphen basierende Auseinandersetzung mit ihrem Verein nicht als Aufgabe der Fans verstehen und zum großen Teil noch nicht einmal eingetragene und somit stimmberechtigte Mitglieder des VfL sind.

David Benford

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Kommentare
26.07.2010
16:03
„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben
von Gunther Weller | #15

Bochum hat keinen Kultstatus. Bochum ist in Liga 1 und 2 so beliebt wie Cottbus, Duisburg oder Aue. Es ist der Verein, der in den letzten Jahren nichts für seinen Imagewandel gemacht hat. Andere Vereine wie Mainz, Augsburg, Ingolstadt sind auch im Bereich Sympathie schon auf Augenhöhe bzw. vorbeigezogen. Die Mannschaft in Bochum ist eigentlich immer nur das Ergebnis eines schwachen Vorstands. Und der darf in Bochum zusammen mit Opa WA alles. Hat nur keine Kompetenz... Auch das Argument schuldenfrei kann nur von einem Pommesbudenbesitzer kommen. Die Konzepte des VfL sind so schwach, dass dem VfL keiner Geld leiht. So sieht es nach 20 Jahren WA und 10 Jahren AS aus.

26.07.2010
13:33
„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben
von Marcus 18:48 | #14

Ich möchte mal die Formulierung katastrophale Fehler in Frage stellen. Fehler sind gemacht worden, sogar der eine oder andere große (Herrlich). - Aber katastrophal ist was anderes. Da sollte man mal in Bielefeld oder Essen schauen. Der VfL ist nahezu schuldenfrei und gilt immer noch als ein seriöser und interessanter Verein. Sonst hätten wir sicherlich nicht die aktuellen Transfers bewerkstelligen können.

26.07.2010
11:18
„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben
von Exilaltenbochumer | #13

@Suendenbock:
Wer lesen kann ist klar im Vorteil:
Zitat von hoetmar:
[]Damit das aufhört, sollte jeder Fan, falls noch nicht geschehen, Vereinsmitglied werden und sich ein Stück seines VFL zurückholen[]

Ich sehe das ähnlich - rein in den Verein und dann versuchen etwas mehr Demokratie zu erkämpfen.
Es geht nicht darum, das die Fans den Verein übernehmen - das wäre unser glatter Untergang - aber mehr Rechte und Mitsprache das sollten wir als Vereinsmitgliedern - und gleichzeitig Fans - schon verlangen dürfen. Und dafür werde ich kämpfen - für meinen VFL - für meinen Verein.

25.07.2010
20:02
„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben
von suendenbock | #12

Falsch, hoetmar! Die einzigen die Mitsprache haben dürfen, sind die Vereinsmitglieder! Die Fans sind Kunden, in keinem normalen Unternehmen bestimmen die Kunden über das Personal, das sind dort die Eigentümer. Wenn die Kunden wegbleiben, werden die Eigentümer neues Personal einstellen. Aber wenn einzelne Kunden (wie du!) rummeckern (Ernst hat keine fachliche Eignung), dann ist das eben kein Grund, etwas zu tun, weil diese Meinung nicht begründet ist, außer durch kollektiven Frust! Umgekehrt kann man auch sagen, es war der Kniefall vor den Fans, Koller rauszuschmeißen. der den Abstieg besiegelt hat! Also:

Fans raus! Fachleute rein!
v

24.07.2010
14:52
„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben
von hoetmar | #11

Also unbestritten ist doch, dass die Vereinsführung in den letzten Jahren katastrophale Fehler gemacht hat. Es gibt auch guten Grund, an der fachlichen Eignung mindestens von Thomas Ernst zu zweifeln. In jedem normalen Unternehmen hätte er längst seinen Platz räumen müssen. Da ist es nur verständlich, dass sich Kritiker einfinden, die Mitsprachrecht fordern. In einem Sportverein wie der VFL eines ist, sind das nunmal die Fans. Der eigentliche Sündenfall ist doch passiert, als die Satzung in de jetzigen Form verabschiedet wurde und die Fans somit mundtot gemacht wurden.
Insofern ist jede Initiative zu begrüssen, die den VFL wieder zu dem macht, was sie einmal war. Ein Verein mit Tradition, Herz und Charakter und kein Unternehmen, in dem sich Ex-Torhüter mal als Manager ausprobieren dürfen.
Deshalb sollte sich jeder VFL-Fan und jeder VFL-Fanclub der Initiative anschliessen und möglichst aktiv mitmachen. Ansonsten stehen und sitzen wir auch in den nächsten Jahren frustriert im Stadion, ärgern und schwarz die da auf dem Rasen und auf der Bank, haben ansonsten aber nichts zu melden. Damit das aufhört, sollte jeder Fan, falls noch nicht geschehen, Vereinsmitglied werden und sich ein Stück seines VFL zurückholen. Denn es ist unser Verein.

24.07.2010
14:49
„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben
von Heiko04 | #10

Sehr gut Sündenbock:

Neue Satzung:
§1 Der Fan ist der Verein
§2 Ist ein Spiel schlecht, hat jeder Fan das Recht und die Pflicht zu randalieren.
§3 Passt den Fans eine Person nicht, ist diese sofort aus dem Verein zu entfernen.
§4 Freibier

ich füge hinzu:

§5 Immer die Schalker als ******* beschimpfen, um von eigenem Fehlverhalten abzulenken.
§6 §5 die selbe Vorgehensweise auch über die Fans von Borussia Dortmund
§7 Wenn nichts mehr geht immernoch: Koller raus
§8 Peter Neururer for President!

24.07.2010
13:28
„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben
von PeterHerr | #9

:D

23.07.2010
15:56
„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben
von suendenbock | #8

Neue Satzung:
§1 Der Fan ist der Verein
§2 Ist ein Spiel schlecht, hat jeder Fan das Recht und die Pflicht zu randalieren.
§3 Passt den Fans eine Person nicht, ist diese sofort aus dem Verein zu entfernen.
§4 Freibier

23.07.2010
13:54
„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben
von Bochumer Junge | #7

@ Ulf:
Mir ist nicht bekannt, dass die Initiative die Veranstaltung mit Goosen beworben hat. Insofern konnte er auch keine Anziehungskraft ausüben.

23.07.2010
13:49
„Wir sind VfL“ will Satzung umschreiben
von Ulf Gerderoth | #6

Hätte gedacht, dass ein Frank Goosen mehr Anziehungskraft ausübt. Aber irgendwann geht es nicht nur um Storys, sondern um Geld. Und das war bei der Veranstaltung wohl nicht versammelt...

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