Wer ersetzt Michael Gregoritsch beim VfL Bochum?

Thomas Eisfeld (r.) hat schon in der vergangenen Saison beim VfL Bochum gespielt. Er muss sich nicht an ein neues System beim Zweitligisten gewöhnen.
Thomas Eisfeld (r.) hat schon in der vergangenen Saison beim VfL Bochum gespielt. Er muss sich nicht an ein neues System beim Zweitligisten gewöhnen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Sollte Michael Gregoritsch den VfL Bochum in den nächsten Tagen verlassen, dann benötigt der Zweitligist dringend weitere Offensiv-Spieler. Eine Bestandsaufnahme.

Bochum.. Ob Michael Gregoritsch am Samstag in Duisburg sein Abschiedsspiel bestreiten wird, wissen wir nicht, aber ganz unwahrscheinlich ist das nicht. Der Saisonstart rückt näher, und für alle Beteiligten erhöht sich damit der Einigungsdruck, wenn der Spieler selbst standhaft bleibt und sein persönliches Ziel weiter verfolgt. Möglicherweise steht ja auch der Transfer von Jonathan Tah vom HSV zu Bayer Leverkusen kurz bevor, womit die Hamburger wiederum einen gewissen finanziellen Spielraum hätten, um ihre eigenen Vorstellungen zu realisieren.

Und beim VfL Bochum muss man jetzt allmählich auch auf den Faktor Zeit schauen. Die Zweite Liga startet erneut zwei Wochen vor der Bundesliga. Eine Bestandsaufnahme.

Transferrochade beim VfL Bochum: Eisfeld für Gregoritsch?

Für den jungen Österreicher braucht es jedenfalls dringend einen starken Nachfolger, so er denn, wie erwartet, geht. Schon mit Stanislav Sestak hat man einen Angreifer verloren, der wusste, wo das Tor steht, und auch Gregoritsch’ Torbilanz kann sich sehen lassen. Was also benötigt der VfL Bochum noch? Weitere Offensiv-Akteure mit Qualitäten im Abschluss. Unterversorgt ist vor allem die rechte Seite, wo nicht von ungefähr Michael Gregoritsch zuletzt zweimal aushilfsweise auftauchte. Mit Selim Gündüz, der sicher kein Tormonster ist, darf man zum Saisonstart auf keinen Fall planen, Janik Haberer ist jung und willig, aber vergleichsweise unerfahren.

Sollte sich die Personalie Gregoritsch in den nächsten Tagen erledigt haben, wird wohl auch Thomas Eisfeld zügig seinen Wohnsitz von England nach Bochum verlegen. Für den VfL ein Segen, denn Eisfeld muss sich nicht erst lange an das System Verbeek gewöhnen, sondern kann dort anknüpfen, wo er gegen Ende der letzten Spielzeit aufgehört hat.

VfL Bochum mit Zweikampf im Tor: Luthe oder Riemann?

Fehlen in dem Fall noch zwei torgefährliche Offensiv-Spieler - und womöglich ein defensiver Mittelfeld-Mann. Anthony Losilla und Tim Hoogland dürften erste Wahl sein, aber wann Tobias Weis, der zwar am Mannschaftstraining teilnimmt, aber auch am Samstag in Duisburg noch nicht sein Comeback geben wird, uneingeschränkt zur Verfügung steht, ist offen. Gökhan Gül, der sich wie alle Nachwuchsspieler voll reinhängt, wäre die Nummer vier auf dieser Position; ob der ukrainische Gastspieler Igor Kharatin (20) diese Riege verstärken kann, ist fraglich. Kharatin trainiert weiterhin mit. Kommentar

In der Defensive interessiert am meisten der Zweikampf zwischen Manuel Riemann und Andreas Luthe um die Nummer eins. Davor macht Jan Simunek, der die Partie am Mittwoch in Arnheim gegen PAOK Saloniki gut verkraftet hat, Boden gut. Simunek oder Patrick Fabian - das dürfte zum Saisonstart die Frage sein, und links hinten hat Gertjan Verbeek die Wahl zwischen Timo Perthel und Giliano Wijnaldum. Der Holländer ist defensiv stabiler, aber Perthel ist in der Offensive ein präziser Tor-Vorbereiter. Verbeek kann je nach Lage und Gegner entscheiden.