Bochum

Was für eine hektische Schlussphase! VfL kassiert in der letzten Minute das 1:2 gegen die Fortuna - Wydra fliegt

Zu harter Einsatz: Bochums Dominik Wydra (r.) flog in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz. Danach nahm das Unheil gegen Fortuna Düsseldorf seinen Lauf. Foto: Getty
Zu harter Einsatz: Bochums Dominik Wydra (r.) flog in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz. Danach nahm das Unheil gegen Fortuna Düsseldorf seinen Lauf. Foto: Getty
  • Führung, Ausgleich, Gelb-Rot und ein Elfmeter-Tor
  • So endete das Zweitliga-Spiel des VfL Bochum gegen Fortuna Düsseldorf mit einer 1:2-Pleite.

Bochum. Der VfL Bochum hat das Freitagabendspiel gegen Fortuna Düsseldorf vor 24.556 Zushauern mit 1:2 (1:0) verloren. In der Nachspielzeit besorgte Ilhas Bebou, der zuvor von Selim Gündüz im Strafraum von den Beinen geholt worden war, den Siegtreffer per Foulelfmeter.

Zwei Minuten zuvor war der Torschütze von Dominik Wydra gefoult worden. Dafür hatte der Bochumer Mittelfeldspieler die Rote Karte gesehen (90.).

Es war erneut eine schwache Vorstellung ideenloser Bochumer, die in der 42. Minute durch Peniel Mlapa in Führung gegangen waren – zu diesem Zeitpunkt eher überraschend.

Denn die Fortuna, für die ausgerechnet der zuvor seit über 1100 Minuten torlose Rouwen Hennings in der 48. Minute den Ausgleich erzielt hatte, war die bessere Mannschaft. Wieder hatte der VfL ein Spiel gezeigt, das nicht schön anzuschauen war.

Gündüz sorgt für Aufregung

Das kann daran gelegen haben, dass Verbeek exakt die gleiche Elf auf den Rasen geschickt hatte wie eine Woche zuvor bei den Franken. Lediglich auf der Bank gab es Veränderungen.

Zum einen kehrten Tom Weilandt und Marco Stiepermann nach ihren Gelbsperren zurück. Zum anderen war U19-Spieler Görkem Saglam mit den Junioren des VfL beim Nachwuchs von Rot-Weiß Oberhausen zu Gast.

Selim Gündüz sorgte nach zehn Minuten für den ersten Aufreger beim VfL, als er Tempo aufnahm, an der Düsseldorfer Abwehr vorbei dribbelte, sein Schuss aber zur Ecke abgefälscht wurde.

Auf der anderen Seite spielte Bochums Innenverteidiger Felix Bastians Christian Gartner einen Ball in die Füße – das leitete die erste Düsseldorfer Chance ein. Ihlas Bebou flankte auf Rouwen Hennings, seinen Kopfball fischte Bochums Torhüter Manuel Riemann aus dem Winkel (19.). Zwei Minuten später musste Riemann erneut gegen Hennings klären.

Hektik in der Schlussphase

Vom VfL, der eigentlich mehr Spielanteile hatte, kam vor der Pause kaum Nennenswertes. Einzig Wydras Schuss aus der Distanz ließ noch einmal aufhorchen. Fortuna-Torhüter Michael Rensing lenkte den Ball aber um den Pfosten (37.).

Nach den Treffern von Mlapa und Hennings blieb Fortuna die bessere Mannschaft. Das Team des ehemaligen Bochumer Trainers Friedhelm Funkel kam durch Emmanuel Iyoha (58.) und Kapitän Oliver Fink (61.) zu weiteren Chancen, Bochum hatte keine Ideen mehr.

In der Schlussphase wurde es noch einmal aufregend. Verbeek wechselte den enttäuschenden Nils Quaschner und Jan Gyamerah aus und brachte Pawel Dawidowicz (68.).

Und der Pole hatte in der 76. Minute die beste Bochumer Chance im zweiten Durchgang, als er einen Kopfball an den Pfosten setzte. Zuvor hatte VfL-Innenverteidiger Tim Hoogland eine Flanke von Ilhas Bebou in höchster Not aus der Gefahrenzone befördert und wenig später einen gefährlichen Freistoß von Hennings per Kopf zur Ecke geklärt.

Dann machte Fortuna in der irren Schlussphase alles klar und feierte den zweiten Erfolg über den VfL in dieser Saison.

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