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VfL-Trainer Herrlich ist „ein bisschen stolz“

20.02.2010 | 20:14 Uhr
VfL-Trainer Herrlich ist „ein bisschen stolz“

Mainz.Beim VfL Bochum freute sich jeder über den Punkt bei den heimstarken Mainzern. Aber wenn Andreas Johansson seine Riesenchance genutzt hätte, wäre sogar ein Sieg möglich gewesen. Wir haben die Stimmen zum Spiel gesammelt.

VfL-Trainer Heiko Herrlich gab zu, dass er in der 31. Minute eine Fehleinschätzung korrigieren musste - und Lewis Holtby verriet, auf welcher Position er am liebsten spielt.

Heiko Herrlich: „Weil nie eine Bochumer Mannschaft in fünf Bundesligaspielen gegen Mainz irgendeinen Punkt holen konnte, sind nun in Bochum alle glücklich über den Punkt - und auch ein bisschen stolz. In den ersten 15 Minuten haben wir vergessen, dass Fußball ein Kampfspiel ist und haben Geschenke verteilt. Mit der Auswechslung habe ich mich selbst korrigiert. Ich hätte vier, fünf Mann auswechseln können. In der zweiten Halbzeit standen wir sehr diszipliniert und sind zu einer Chance gekommen, doch die hat Andreas Johansson nicht nutzen können. Schade, denn sonst wäre er der Matchwinner gewesen.“

Christian Fuchs (l.) trauerte Andreas Johanssons Großchance hinterher

Philipp Heerwagen: „In den ersten 20 Minuten waren wir nicht gut, da gab es viele Ballverluste. Mitte der ersten Halbzeit haben wir uns gefangen. Der Trainer hat gewechselt und vielleicht hat das mehr Stabilität gebracht. Es war sehr wichtig, dass wir mit einem 0:0 in die Halbzeit gegangen sind. In der zweiten Halbzeit waren wir konzentrierter und ich war fast beschäftigungslos. Und wir hatten die eine Chance durch Andreas Johansson. Die Tabelle ist jetzt völlig uninteressant. Jetzt kommt mit Nürnberg ein ganz wichtiges Spiel.“

Matias Concha: „In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht und ein bisschen zu viel zugelassen. Mit Andreas Johansson hatten wir dann eine bessere Balance. Wenn Andreas Johansson das Tor macht, sind wir der Sieger. Aber dieser Punkt kann am Ende ganz wichtig sein.“

Christian Fuchs: „In der ersten Halbzeit hatte Mainz 05 die besseren Chancen - aber in der zweiten hätte Andreas Johansson den Sack für uns zumachen können.“

Thomas Tuchel kann mit dem 0:0 leben.

Lewis Holtby: „Ich denke, das 0:0 ist gerecht. Ich habe erst zum zweiten Mal überhaupt als „Sechs“ gespielt. Im offensiveren Zentrum fühle ich mich wohler, da habe ich mehr Freiräume.“

Thomas Tuchel (Trainer FSV Mainz 05): „Ich habe eine gute erste Halbzeit von unserem Team gesehen, spielerisch und läuferisch. Wir konnten den Druck hochhalten und hatten viele herausgespielte Chancen. In der zweiten Halbzeit haben wir den Faden verloren, der Mut hat uns gefehlt, das Freilaufverhalten. Bochum ist in der Rückrunde noch ungeschlagen, und da wird es dann immer schwerer. Wir haben wieder „zu Null“ gespielt, ich kann auch damit leben, wenn solch ein Spiel 0:0 ausgeht. Meine Mannschaft hat alles versucht - und ich finde es schade, wenn sie nach einem 0:0 ausgepfiffen wird. Das hat sie nicht verdient.“

Andreas Ernst

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