VfL mit unverändertem Kader gegen Hoffenheim
12.02.2010 | 21:44 Uhr 2010-02-12T21:44:00+0100
Seit fünf Spielen ist der VfL unbesiegt, zeigte zuletzt eine taktische Reife, die man lange nicht gesehen hat in Bochum. Beim Heimspiel gegen Hoffenheim an diesem Samstag (15.30 Uhr) setzt Trainer Heiko Herrlich denn auch auf den gleichen Kader wie beim 1:1 gegen Leverkusen in der Vorwoche.
„Wir werden immer stärker.” Stanislav Sestak hat das gesagt, kurz, knapp, treffend, wie es sich für einen Torjäger gehört. Und mit dieser Meinung steht der Stürmer des VfL ja keinesfalls alleine da. Es ist offensichtlich, dass sich die Bochumer unter Trainer Heiko Herrlich in den letzten Wochen enorm stabilisiert haben, dass sie selbst einer so offensivstarken Mannschaft wie Bayer Leverkusen nur wenige Chancen gewährten.
Basis der jüngsten Auswärts- und Achtungserfolge war dabei „das Spiel gegen den Ball”, wie Herrlich betont – das Defensiv-Verhalten insgesamt also mit Kernelementen wie Zweikampf, Verschieben, Übernehmen und Übergeben. Das war und ist neben dem Kurzpass-Spiel ja auch Trainingsschwerpunkt, seit Herrlich im Amt ist beim VfL. Diese zurückgewonnene Stärke, daran lässt der Coach keinen Zweifel, soll die Basis des Erfolges bleiben, gepaart mit Kampf und Leidenschaft. Gegen Gegner wie die technisch so versierten, spielstarken Hoffenheimer sowieso.
Was auch bleibt, liegt auf der Hand: Warum sollte ein Trainer seine Elf großartig verändern, die sich gerade taktisch immer besser versteht auf dem Platz, wenn er es nicht muss aus Verletzungsgründen? Der Kader jedenfalls ist, so viel steht bereits fest, der gleiche wie gegen Leverkusen: Torwart Rene Renno sowie Diego Klimowicz und Philipp Bönig sollen an diesem Samstag nur trainieren, letztere, um ihren Rückstand weiter aufzuholen. Zudem zählen auch Dennis Grote, Andreas Johansson und Patrick Fabian erneut nicht zum 18-Mann-Aufgebot.
Und in der Startelf dürfte es aiuch kaum Veränderungen geben: Einstige Stammkräfte wie Anthar Yahia und Marc Pfertzel bleiben außen vor, weil die Abwehrkette funktioniert hat in den letzten Wochen. Milos Maric und Christoph Dabrowski sind im zentralen Mittelfeld davor ebenso gesetzt wie Sestak im Sturm. Lewis Holtby, der Neue aus Schalke, hat seinen Platz nicht nur aufgrund seiner geradezu ansteckenden Lust am Kicken sicher. Das dürfte auch für Roman Prokoph gelten, sofern er nach seinem in der Vorwoche erlittenen Bluterguss absolut fit und beschwerdefrei ist. Auf Prokophs Vorzüge als schnellem, lauf- und defensiv zweikampfstarkem Teamplayer wird Herrlich gegen die flinken Hoffenheimer wohl nicht verzichten.
Bliebe eine Vakanz. Möglich nämlich, dass Holtby in die Zentrale hinter Sestak rückt und Joel Epalle auf der Bank Platz nehmen muss. Neben Epalle sind Zlatko Dedic, Slawo Freier und Mimoun Azaouagh die Kandidaten, wobei Herrlich darauf verweist, dass zuletzt „die Spieler entscheidend waren, die von der Bank kamen. Das spricht für die Mannschaft”. Er hat mittlerweile echte Alternativen auf der Bank, die ein Spiel noch drehen können. Wie Dedic gegen Leverkusen, wie Hashemian gegen Schalke, wie Freier in Hannover.
Bleibt die Sehnsucht nach dem ersten Heimsieg unter Herrlich. Versprechen, gar garantieren kann den natürlich niemand. Nur so viel: „Wir werden”, sagt Sestak, „wieder alles dafür geben.”

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