VfL-Kicker zeigen sich nach 3:2-Heimsieg selbstkritisch

VfL-Trainer Verbeek sieht Probleme oben mitzuspielen, wenn sich die Leistung seines Teams nicht steigert.
VfL-Trainer Verbeek sieht Probleme oben mitzuspielen, wenn sich die Leistung seines Teams nicht steigert.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
  • Die VfL-Akteure nehmen sich nach dem knappen 3:2-Sieg gegen Sandhausen selbst in die Kritik.
  • Trainer Verbeek: "Insgesamt haben wir sehr schlecht gespielt."
  • Nur Simon Terodde ist mit der eigenen Leistung sehr zufrieden.

Bochum.. Dem VfL Bochum gelang zu Hause ein knapper 3:2-Heimsieg gegen den SV Sandhausen. Wir haben die Stimmen zum Spiel gesammelt.

Gertjan Verbeek, Trainer VfL: Die ersten 20, 25 Minuten waren sehr gut, wir haben gute Tore gemacht, überragendes Positionsspiel gehabt. Aber in der 2. Halbzeit haben wir zu viel im Stand gespielt, kein Tempo gemacht, dann bekommt der Gegner natürlich auch Mut. Bei den Gegentoren gab es auch individuelle Fehler, aber insgesamt haben wir sehr schlecht gespielt, nur reagiert - und wir wollen agieren. Das haben wir nicht gemacht und sind in Probleme gekommen. Zum Glück haben wir das Tor gemacht mit einem Strafstoß, das haben wir letzte Woche trainiert natürlich. Schön, dass wir gewonnen haben. Aber wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit wird es schwierig, oben mitzuspielen.

2. Bundesliga Patrick Fabian: Was da in der 2. Halbzeit 20 Minuten lang los war, weiß ich auch nicht. Wir haben einen Gegner stark gemacht, der mausetot war. Nicht zum ersten Mal. Meine Nerven brauchen sowas nicht. Ich glaube, dass wir sehr guten Fußball spielen, aber heute fehlte die Cleverness. Wenn wir nur ein paar Prozente nachlassen, dann bekommen wir Probleme.

Simon Terodde: Persönlich bin ich sehr zufrieden. Die erste Halbzeit haben wir klar dominiert, danach allerdings um den Anschlusstreffer gebettelt. Am Ende hatten wir nichts mehr zu verlieren und haben alles nach vorne geworfen. In der 2. Liga souverän aufzutreten ist nicht so einfach. Man muss auch beachten, dass Sandhausen schon viele Punkte auswärts gemacht hat. Beim Elfmeter war ich mir sicher, auch wenn ich selbst gefoult worden war. Jetzt werden wir kurz die Füße hochlegen und dann hoffentlich in Düsseldorf auch drei Punkte holen.

Engelbracht-Interview Thomas Eisfeld: Wir haben gut begonnen, hatten danach aber unnötige Ballverluste und haben kaum mal einen freien Mann gefunden. Vorher hatten wir aber richtig viel Bewegung im Spiel und Druck gemacht. Dann hat das Tempo gefehlt, wir haben mehr auf Sicherheit gespielt. Wenn wir aber aus der englischen Woche noch sechs Punkte mitnehmen, dann sind wir oben dran.

Alois Schwartz, Trainer SV Sandhausen: Für die ersten Halbzeit fallen mir die Worte relativ schwer, weil wir richtig schlecht gespielt haben. Wir waren zu ängstlich, zu passiv, zu breit, zu hoch. Der Gegner geht verdient mit 2:0 in die Pause. Dann hat die Mannschaft eine gute Moral gezeigt, hat aggressiver gespielt, wir machen das 1:2 und 2:2. Man hat gemerkt, dass beim Gegner ein bisschen die Köpfe runtergehen. Dann bringt man den Gegner wieder ins Spiel, da muss man gar nicht so hingehen, das war ein dummer Elfer. Wir haben dann noch zwei Situationen, wo ich mir auch wünschen würde, dass einer in die Pfeife bläst. So fahren wir mit null Punkten nach Hause. Aufgrund des gesamten Spiels war der VfL-Sieg verdient.