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VfL in Bremen wie immer: geführt, verloren

21.03.2010 | 21:27 Uhr
VfL in Bremen wie immer: geführt, verloren

„Wie immer“, seufzte ein mitgereister VfL-Anhänger und verließ kopfschüttelnd das Weserstadion. Wie Recht er doch hatte nach dem 2:3 des VfL Bochum in Bremen.

Wie (fast) immer nämlich kehrte Bochum mit null Punkten aus Bremen zurück. Wie in der Vorsaison verspielte der VfL seine gute Position, die man sich nicht grandios erspielt, aber erarbeitet, erkämpft, auch verdient hatte. Mit 1:0 vor und 2:1 nach der Pause führte der VfL durch die Treffer des guten Stanislav Sestak und des ansonsten blassen Zlatko Dedic. Vor gut einem Jahr lag man sogar 2:0 in Front. Beides Mal drehte Werder die Partie, siegte mit 3:2.

Und es gab ja noch eine nicht ganz unwichtige Parallele: Wie im Saisonendspurt 2009 schonte Werders Trainer Thomas Schaaf etliche Stammkräfte. Diesmal waren es sogar fünf, zudem fehlte der verletzte Aaron Hunt. Erneut reichte es Werder, dass Mesut Özil und Claudio Pizarro erst nach dem Wechsel zur Aufholjagd losgelassen wurden.

Konnte es nicht glauben: Die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich hat eine zweimalige Führung in Bremen verspielt.

„Bitter“, meinte Christian Fuchs nach diesem Spielverlauf und den verpassten Chancen, „sehr enttäuscht“ war Mergim Mavraj, der den Vorzug vor Anthar Yahia erhalten hatte. Der VfL hatte nach den nicht bissig genug geführten Duellen gegen Wolfsburg und Dortmund „eine Reaktion gezeigt“, nämlich „couragiert und kompakt gespielt“, so Sportvorstand Thomas Ernst. „Die Mannschaft hätte einen Punkt verdient gehabt.“

Alles richtig. Zumal Andreas Johansson und Mavraj in der turbulenten Schlussphase am glänzenden Tim Wiese scheiterten und in der Nachspielzeit Slawo Freiers (zu lascher) Schuss von Sebastian Boenisch auf der Linie geklärt wurde. Es wäre das 3:3 gewesen in einem vor der Pause zähen und danach spektakulären Spiel.

Die Frage aber ist: Musste es ganz so spektakulär werden? Hätte der VfL nicht mit einem Tick mehr Konzentration, Cleverness, Abgezocktheit verhindern können, dass Marins 2:2 nur zwei Minuten nach dem Klasse-Konter zum 2:1 fällt? Keine Frage: Wie Pizarro das 1:1 machte, sein 22. Tor im 31. Pflichtspiel dieser Saison, da durfte VfL-Trainer Heiko Herrlich galant „den Hut ziehen“. Und der Distanz-Schuss von Torsten Frings zum 3:2 war tatsächlich ein „Glücksschuss“, wie Mavraj meinte – noch dazu ein abgefälschter, Andreas Johansson hatte die Flugbahn des Balles entscheidend geändert.

Die Konter besser ausspielen

Der Schwede hatte die Sechser-Position des gesperrten Milos Maric eingenommen, mit mäßigem Erfolg. Herrlich hatte zudem Slawo Freier und Joel Epalle auf die Bank gesetzt. Für sie spielten auf den Außen der solide Roman Prokoph (rechts) und Dedic, dem bis zu seinem Tor nach vorne kaum etwas gelang. Lewis Holtby rückte ins offensive Zentrum, was ihm gut tat.

Überhaupt stimmte ja auch einiges optimistisch für die kommenden Partien. Etwa, dass der VfL nach dem ersten Rückschlag nicht zurücksteckte wie zuletzt, dass er in der zweiten Halbzeit schneller den Raum überbrückte, den ihnen die Alles-oder-Nichts-Bremer boten. Einen dieser Konter über Sestak und Holtby schloss Dedic ab. Doch die erneute Führung länger zu halten, vielleicht sogar auszubauen, das wäre nicht unmöglich gewesen gegen anfällige Bremer. Und: Auch in der ersten Halbzeit hätte der VfL, der defensiv alles im Griff hatte, „die Konter besser ausspielen“ müssen, so Herrlich.

Am Ende musste er erstmals als Trainer drei Niederlagen in Folge verdauen. Herrlich, während der Partie permanent in der Coaching Zone unterwegs, tat dies gewohnt unaufgeregt, sachlich – und mit kämpferischem Blick voraus. Es sei nun wichtig, in den vielleicht schon vorentscheidenden Spielen gegen Frankfurt am Freitag, in Freiburg am Ostersamstag den Einsatz zu zeigen wie in Bremen: „Das erwarte ich von meiner Mannschaft“, stellte Herrlich klar. Und: „Dann werden wir auch wieder die Ergebnisse erzielen, die wir brauchen.“

Ralf Ritter

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Kommentare
23.03.2010
12:31
VfL in Bremen wie immer: geführt, verloren
von Fail | #4

#3 Besser mal aufpassen, bevor man sich selbst ein Eigentor schießt.

Wir hatten viel Pech, aber solche Ausfälle in der Abwehr und die fehlende Abgezocktheit werden halt eiskalt bestraft.

23.03.2010
10:37
VfL in Bremen wie immer: geführt, verloren
von Niederrhein Borusse | #3

@ NoLegasthenikos:

Die Rechtschreibung von NoBengalos ist genau so ******** wie der Fussball seine Mannschaft !!!!

Das passt schon !!!

22.03.2010
21:28
VfL in Bremen wie immer: geführt, verloren
von NoLegasthenikos | #2

Vielleicht wäre es besser, vor einem Kommentar erstmal ein Rechtschreibtraining zu absolvieren.

22.03.2010
17:20
VfL in Bremen wie immer: geführt, verloren
von NoBengalos | #1

Vieleicht ist es besser die Jungs so aufzubauen vor einem spiel,nach dem Motto.........wir können nichts verlieren,nur gewinnen!
Hertha hats vorgemacht..........

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