VfL II und Schalke II fast ohne Profis
11.09.2009 | 18:55 Uhr 2009-09-11T18:55:00+0200
Nicht nur die Profis des VfL haben wunderbare Erinnerungen an ihren heutigen Gegner, auch bei der Bochumer U 23 denkt man genüsslich an das letzte „Mini-Revierderby” gegen den FC Schalke 04 II.
Der 4:0-Sieg bei den Königsblauen im April war der damals lang ersehnte Befreiuungsschlag, dem eine Serie und letztlich der vorzeitige Klassenerhalt folgte.
Die Vorzeichen vor der Neuauflage an diesem Samstag (14 Uhr, Lohrheidestadion) sind allerdings andere: Während das Team von Trainer Nico Michaty dank seiner bärenstarken Defensive (nur drei Gegentore) nach sechs Spielen noch unbesiegt auf Tabellenplatz fünf steht, dröhnen beim FC Schalke, der mit sechs Punkten Viertletzter ist, schon die Alarmglocken. Nach dem lustlosen Auftritt gegen Mannheim (0:1) fordert 04-Trainer Oliver Ruhnert „Wiedergutmachung”.
Ob ein Albert Streit, der bei seinem Einsatz gegen Mannheim von einigen Idioten bespuckt wurde, die von Ruhnert verlangte „Leidenschaft” bringen wird, muss er freilich noch beweisen. Fakt ist: Die Schalker gehen geschwächt in die Partie. Neben den Langzeitverletzten Danny Latza und Maurice Kühn muss Ruhnert auch auf Lukas Schmitz verzichten. Der „Sechser”, in den vergangenen beiden Spielzeiten für den VfL II am Ball, wurde von Trainer Felix Magath mangels Alternativen im defensiven Mittelfeld in den Kader für das Bundesligaspiel in Köln befördert.
Daher kann man durchaus von einem „Patt” sprechen: Denn auch der VfL II verliert ja in „Sechser” Kevin Vogt und in Stürmer Mirkan Aydin zwei Schlüsselspieler, die in Hoffenheim auf der Bank sitzen werden. „Das haben sie sich auch verdient”, freut sich Michaty für die beiden.
Für sein Team aber, das bisher von etlichen Abstellungen aus dem Profi-Kader profitierte, ist das Fehlen von Vogt und Aydin natürlich „ein Verlust”. Michaty sieht seine nach dem starken Saisonstart selbstbewusste Mannschaft dennoch bestens gerüstet. An der Viererkette gibt's eh nichts zu rütteln. Im Mittelfeld dürfte wie beim 0:0 in Kaiserslautern Co-Trainer Rouven Schröder neben Oliver Zech spielen. Und wer ersetzt Aydin als Sturmpartner von Roman Prokoph, der in dieser Woche ebenfalls bei den Profis mittrainiert hat? „Wir haben viele gute Alternativen”, sagt Michaty nur. Möglich, dass Salvatore Bari vorrückt und Justin Eilers mit Marc Rzatkowski die offensiven Außenpositionen besetzt.
Definitiv nicht zum Einsatz kommen neben Christoph Caspari (nach Meniskus-OP) Alexander Neumann, der wegen eines Blutergusses im Knie noch bis Mittwoch krankgeschrieben ist, und Philipp Semlits (Außenbanddehnung).

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